Kurzversion:

Cannabidiol lässt sich inhalieren mithilfe von einem Vaporisator. Es hat Vorteile, aber auch Nachteile. Lesen Sie, wie es mir mit einem CBD Vaporizer ergangen ist.

Eingenommen können CBD Kristalle ihre Wirkung schon über die Mundschleimhäute entfalten. Die stärkste Linderung von Schmerzen spürte ich nach einer halben Stunde. Doch nicht der ganze Wirkstoff kann vom Körper absorbiert werden über die Verdauungswege.

Inhalieren von CBD Dampf in die Lunge wirkt viel schneller, stärker und der Verbrauch von CBD Kristallen ist sparsamer. Für noch powervollere Wirkung und vollständige Aufnahme machte mich auf die Suche nach einem guten Vaporisator.

CBD Vaporizer kaufen

Es gibt diverse Vaproiser Modelle, lerne ich im Fachhandel. Die meisten werden mit vorgefertigten Marken-CBD-Kartuschen gefüllt. Eine fertige Kartusche enthält ein sogenanntes „Liquid“. Das ist flüssiges Glycerin oder ein anderer Trägerstoff, in dem CBD gelöst ist.

Ob das gesund ist? Gesünder jedenfalls als Rauchen – so die einhellige Meinung der Fachverkäufer. Sobald etwas verbrennt, entstehen krebserregende Reizstoffe. CBD rauchen ist keine Option – das „Liquid“ wirkt weniger reizend, hoffen die User. Gibt es Vaporisatoren ohne Liquid?

Ich bekomme einen Geheimtipp: An einer unscheinbaren Straßenecke am Rande von Berlin-Neukölln gibt es einen Insider-Laden, der auch medizinische Vaporisatoren ohne Liquid führt. Um einzutreten, muss man klingeln. Früher sind immer Schulkids in den Laden gekommen, die haben alles durcheinander gebracht, erzählt die tiefenentspannte Verkäuferin. Seither Zutritt nur ab 18. Ob sie meinen Ausweis sehen will? Sie grinst breit.

Drei Vapo-Modelle ohne Liquid stellt sie mir vor, die junge Frau mit blonder Mähne. Einen schwarzen Kunststoff-„Pen“ aus Israel, der mit fertigen Ölkartuschen gefüllt wird. Ist die Kartusche leer, wird sie weggeworfen. Ich möchte lieber individuell CBD Produkte testen können – CBD Kristalle nach Wahl, oder vielleicht auch CBD Harz. Dafür zeigt sie mir eine kleinen Edelstahl-Stab mit Knopf. In den oberen Teil wird Kristallpulver gefüllt.

Eine winzige Keramik-Platte ist mit einem Akku verbunden. CBD Kristalle werden auf Keramik erhitzt, sie werden flüssig und verdampfen. Kein Rauch, kein Liquid. Das ist mir sympathisch. Es dürfte meinen Notwendigkeiten entsprechen.

Das dritte Modell ist etwas größer, es sieht aus wie ein verhunztes Smartphone mit Schnabel. Die Hülle aus schwarzem Kunststoff wirkt unsexy. Im oberen Teil befindet sich ein Heizelement mit kleinem Stahlsieb. Darin lassen sich Blüten durch Hitze verdampfen, ebenso wie Harze. Doch für Kristalle ist das Sieb nicht fein genug.

Die Geräte werden in China hergestellt, weiß meine Insiderin. Aber die Labels, die sind in den USA. Ich entscheide mich für den Linx Hypnos Zero extract Vaporizer. Er sieht schick aus, liegt gut in der Hand, und er kann alles, was ich testen möchte. Die Bedienung ist kinderleicht.

CBD Kristalle inhalieren

Das erste Mal nutze ich meinen neuen Vaporizer mit CBD Kristallen von enecta. Sie werden extra für den Einsatz in Vaporisatoren hergestellt und sind völlig geschmacklos. Feiner, weißer Hauch quillt aus dem gläsenern Mundstück. An dem Vaporizer ziehe ich ohne jeden Hustenreiz. Sobald ich das Inhalat ausatme, blase ich zarte Nebelwölkchen in die Luft. Wirkt es?

Insgesamt zehn Züge mache ich an diesem ersten Abend. Ich werde angenehm müde. Auch leicht benommen. Schnell schlafe ich ein. In der Nacht habe ich bunte Träume. Am Morgen fühle ich mich ein bischen dusselig, wie verkatert. Dennoch durchaus gut erholt und entspannt.

Meine Augenlider kleben. Ich sollte vielleicht nicht im Schlafzimmer dampfen, verstehe ich. Psychisch bin ich fit. Die Arbeit geht mir an diesem Tag leicht von der Hand. Stundenlang arbeite ich am Rechner ohne Pause. Keine Zahnschmerzen, keine Rückenschmerzen, keine allergischen Beschwerden, keine Müdigkeit, kein Frust, keine Unlust … so könnte es immer sein, finde ich. Noch nicht einmal Hunger habe ich. Auch keinen Appetit. Mir geht´s einfach fein heute.

Während ich CBD Öl oder CBD Kristalle oral eingenommen psychisch nur mit MCT Öl kombiniert gut aushalte, vertrage ich verdampfte CBD Kristalle über die Lunge absorbiert auch ohne MCT Öl super – liegt das an den speziellen Kristallen, die ich zum Inhalieren nutze? Oder reizt CBD meine Verdauungsorgane? Gibt es keine Wechselwirkungen mehr von CBD mit Nahrungsmitteln, wenn man CBD inhaliert statt schluckt?

Nach drei Wochen täglicher Inhalation stellt sich leider trockener Reizhusten ein. Er klingt ab, wenn ich zwei bis drei Tage kein CBD inhaliere.
Nach einer weiteren Woche mit mehreren Tagen der Inhalation kann ich keine Lungenzüge mehr machen, ohne dabei stechende Schmerzen in der Brust zu fühlen.

Habe ich nun allergische Reaktionen gegen CBD Inhaltsstoffe in der Lunge entwickt? Reizt das Inhalat selbst meine Bronchien? Ein paar Tage später ohne Vaporisator ist der Husten abgeklungen.

Als ich nach einer Woche erneut Züge mit dem Vaporisator versuche, spüre ich derart stechende Schmerzen beim Einatmen, dass ich den armen Vape Pen in die Schublade verbanne. Da liegt er bis heute. Meine Lunge ist nicht geschaffen für CBD Dampf, schlussfolgere ich.

Für tägliche Einnahme CBD funktioniert die sublinguale Aufnahme von CBD Kristallen für mich nachhaltig. Einfach ein paar Krümel unter die Zunge legen und langsam im Mund verteilen, das wirkt bestens.

Für unterwegs, nicht für jeden Tag, scheint der Vaporisator eine ganz gute Sache zu sein. Da meine Bronchien jedoch sehr empfindlich darauf reagieren, verzichte ich auf weitere Lungenzüge.

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