Was ist CBD?

Mein schonungsloser CBD Test

Kurzversion:

CBD ist die Abkürzung für den medizinisch wirksamen Hanf-Inhaltsstoff Cannabidiol. CBD ist derzeit wohl der meistdiskutierte Hype der Naturheilkunde. Nach jahrzehntelangem Hanf-Verbot weltweit ist CBD heutzutage unkompliziert legal zu kaufen. Was kann CBD, und welche Zubereitungen gibt es mit CBD als Inhaltsstoff?

CBD, Cannabidiol, ist ein naturheilkundlicher Wirkstoff. CBD wird aus Hanfblüten gewonnen. Cannabis heißt die Pflanze, Hanf auf gut Deutsch, aus der Familie der Hanfgewächse. Ganz legal wird CBD angebaut, hauptsächlich in Kanada. Doch immer mehr Länder legalisieren den Anbau von CBD Hanf zu medizinischen und naturheilkundlichen Zwecken. Auch Deutschland und Österreich. Auch sogenannter Nutzhanf treibt Blüten mit sehr geringen Anteilen am psychaktiven THC, dem Tetrahydrocannabinol. Aus seinen Blüten wird hauptsächlich CBD Tee hergestellt.

Spezielle CBD-Züchtungen folgen Regulatorien der EU, ihre Blüten wirken nicht berauschend. Für ihren Anbau braucht man spezielle Zulassungen. CBD-Produzent zu sein, ist mit strengen Auflagen verbunden. Aus den Blüten der Nutzhanfplantagen wird CBD extrahiert. Auch Blätter enthalten geringe Mengen CBD, sie werden zu Tee verarbeitet. Aufbereitet wird CBD als Tee, als Öl, als Kristall-Isolat, als Einreibung, als Kosmetikprodukt oder als Inhalat. Auch Lebensmitteln wird legal CBD zugesetzt, durch traditionelles Mazerat oder als Teeauszug.

Im Gegensatz zum berauschenden TCH wirkt CBD nicht bewusstseinsverändernd. Besitz und Konsum von CBD Produkten sind nicht verboten.
Cannabidiol werden umfangreiche medizinische Wirkungen zugeschrieben. Insbesondere als natürliches Schmerzmittel ist CBD im Gespräch.

CBD Medizin wird gepriesen als unterstützende Therapie bei Krebs. CBD gilt als Hausmittel gegen Allergien. Probanden werden gesucht für eine CBD Studie bei AIDS. Es findet ein regelrechter Wettlauf statt um überzeugende Studienergebnisse für CBD im gesundheitlichen Bereich.

Auf dem Aktienmarkt platzte vor zwei Jahren die Cannabis-Blase. So viele Anleger wollten mitnaschen am frühen legalen Marihuanakuchen, dass einige Wertpapiere nach Höhenflügen ins Bodenlose abstürzten. Doch langsam erholt sich die Börse rund um Hanf wieder. CBD rückt erneut in den Fokus, da immer mehr Getränkehersteller auf CBD als legalen Zusatz setzen. Zudem wird Hanf weltweit immer weiter legalisiert.

Aus der Perspektive einer naturheilkundlich interessierten Anwenderin teste ich seit drei Jahren an mir selbst, was es auf sich hat mit CBD als wahres Wundermittel gegen Schmerzen, Entzündungen, Demenz, Depressionen, Allergien und mehr. Lesen Sie alle meine Erfahrungsberichte im Kapitel CBD – Cannabidiol auf meinem Blog.

Bei der Mary Jane Berlin Hanfmesse in Berlin (die ich jedem CBD Fan sehr ans Herz lege) lernte ich in Rahmen der Cannabis Konferenz durch hochkarätige Vorträge umfangreiche Details kennen über die Wirkung von CBD. Heilsame Anwendungen wurden durch Erfahrungsberichte bewiesen bei Hautkrebs, Schizophrenie und Neurodermitis.

Zahlreiche CBD hältige Produkte kostete ich im Rahmen der Mary Jane Hanfmesse. Von glücklichen Kids aus den Niederlanden bekam ich die köstlichste CBD Einführung: Schokoladepralinen mit CBD Isolat angereichert, lecker! Vier Milligramm CBD Kristalle pro Praline enthielt der süße Snack. Meinem Freund jubelte ich am gleichen Abend eine Schokopraline mit Inhalt unter. Nicht, dass wir ohne CBD Langeweile gehabt hätten. Doch diesmal schien alles viel intensiver zu sein. War das die Schokolade gewesen?

Ich betrat die Messe mit Rückenschmerzen. Schreibtisch-Symptome, zu lange und zu viel getippt. Nach drei CBD-Pralinen waren die Schmerzen verschwunden. Ich fühlte mich bestens. Ich bummelte von Stand zu Stand. Überall lernte ich dazu. Es gab CBD Zigaretten, CBD Bier, CBD Burger.

Sogar Haustiere kommen in den Genuss von CBD – für das alte Schoßhündchen meiner Nachbarin bekam ich CBD Hundekekse geschenkt.

Drei Tage lang konnte ich mich informieren über CBD Produkte und ihre Wirkungen. Ich habe gelernt: CBD Zubereitungen einzunehmen ist ein Abenteuertrip.

Kein einziger Anbieter der Mary Jane Hanfmesse konnte mir CBD als 100% reinen Wirkstoff präsentieren. Ein Produzent von CBD Ware erzählte mir, er habe nur ein Mal in seinem Leben CBD-Kristalle in 99,8%iger Qualität isoliert – aus Blüten von einem outdoor Feld, das besonders gute klimatische Bedingungen erfahren hatte.

Ich fand CBD-Kristalle in 98%iger oder 95%iger Konzentration, von Planzen aus Kolumbien, Kanada, Armenien, Österreich, Tschechien … Mir wurde CBD als Vorstufe von Kristallen in 85%igem Isolat gezeigt, aus italienischen Blüten. Als 55%iges Destillat aus der ganzen Pflanze, als Inhaltsstoff in Blütenstaub, als CBD-Marihuana

Mir wurden ganze CBD Blüten präsentiert, mit oder ohne Stängel, manchmal zehn verschiedene Sorten pro Stand. Einige Pflanzen werden gezielt gezüchtet als medizinische CBD Ressourcen mit einem Anteil von 14 Prozent CBD und mehr. Manche Blüten wiederum stammen von outdoor Nutzhanf. Sie haben 3,5 bis 4 Prozent CBD Gehalt und werden als Tee verkauft.

Wenn schon nicht einmal die isolierte Form von CBD als Kristallpulver einheitlich betrachtet werden kann – wie unterschiedlich sind dann erst die CBD-Zubereitungen und ihre Wirkungen!

Ich testete eine liposomale Variante von einem CBD Nahrungsergänzungsmittel. Ein Sprühstoß unter die Zunge – eine Viertelstunde später fing ich an zu weinen. Ich wurde tieftraurig und müde. Um mich zu regenerieren, versteckte ich mich im abgedunkelten Konferenzraum der Messe. Während eines laufenden Vortrags schlief ich tief und fest eine Stunde lang.

Aufmuntern konnte ich mich durch den Genuss von Hanfbier. Ein klassisches Pils, das mit CBD hältigen Blüten aus Nutzhanf gebraut wird. Der Genuss von einem halben Liter machte das Leben wunderbar. Dabei heißt es doch immer, CBD und Alkohol würden sich nicht gut vertragen … vielleicht hängt das ab von der Dosis. Vielleicht ist die Kombination von sehr kleinen Mengen CBD mit ein bisschen Alkohol, Hopfen und Hefe ein wahrer Zaubertrank?

Der Test von zwei Tropfen zehnprozentigem CBD Aromaöl mit Lavendel legte mein Sprachzentrum lahm. Ich konnte nicht mehr richtig denken – mein Mund spuckte andere Worte aus, als mein Verstand eigentlich sagen wollte. Gottseidank hielt der Zustand nur eine halbe Stunde lang an.

Eine österreichische CBD-Zubereitung aus Nutzhanf mit Olivenöl machte mich schön – zwei Tropfen fünfprozentiges CBD-Öl förderte Durchblutung in Händen und Füßen, ließ meine Lippen anschwellen und die Atemwege weiten. Ich fühlte mich verliebt und sexy, schlenderte singend durch die Messe.

Nachdem ich einen Krümel full-spektrum CBD Harz gelutscht hatte, verspannte sich schmerzhaft meine Muskulatur – offenbar reagierte ich darauf allergisch. Eine Tasse CBD-Kaffee gönnte ich mir – sie ließ mich plaudern wie ein Wasserfall.

Wenn ich am dritten Tag der Messe aufgefordert wurde, ein CBD Produkt doch einfach einmal zu probieren, lehnte ich dankend ab. Mein Körper war durcheinander. Ich lernte zwar, dass man CBD angeblich nicht überdosieren kann, denn ein Zuviel soll einfach ausgeschieden werden wie Vitamin C – auch sehr hohe Dosen davon. Doch CBD kommt selten allein.

Wenn es schon nicht möglich ist, reinen CBD Wirkstoff zu isolieren – wie soll man dann vorgehen, um die Wirkung von CBD auf den eigenen Körper kennen zu lernen? Jede Pflanzensorte ist anders. Jede Anbaufläche hat andere Bedingungen. Die Wirkstoffe der jeweiligen Sorte ist so individuell wie wir Menschen. Jede CBD-Zubereitung bringt andere Möglichkeiten. Wirkstoffkombinationen mit weiteren Cannabidoiden, Ölen, Terpenen oder Lebensmitteln führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Ich denke, der einzige Weg zur Erkenntnis über CBD als medizinischer Wirkstoff und zum indivduell besten Anwendung ist die eigene Erfahrung. Sie können selbst ausprobieren, testen, beschreiben. Unterschiedliche Pflanzen und Präparate werden auf Sie anders wirken, als auf mich. Verschiedene Dosen werden verschiedene Ergebnisse bringen. Ihre Ernährung wird mit CBD interagieren, ebenso wie Medikamente. Auch Ihre jeweilige Stimmung wird eine Rolle auf die Wirkung spielen. Welche Erfahrungen haben Sie selbst schon gemacht mit CBD?

Ich freue mich sehr über einen Kommentar von Ihnen über Ihre eigenen Geschichten rund und mit Cannabidiol!

8 Kommentare
  • Liebe Chromosome,
    vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Meine Mutter hat weißen Hautkrebs an der rechten Schläfe. Es ist kein weißer Fleck sondern eine rote Kruste mit Delle nach innen. Der Hautarzt möchte operieren, ich möchte zuerst noch Naturheilkundliches ausprobieren. Hat deine Mutter das Öl weiter verwendet, bis alle Krusten abgefallen sind? Und verwendete sie das Öl von Hempl? Hatte die äußerliche Anwendung auch Nebeneffekte?
    Für deine Erfahrungen diesbezüglich wäre ich sehr dankbar.
    liebe Grüße

    • CBD äußerlich angewendet verursacht leichte neurologische Störungen bei meiner Mutter. Ihr Kurzzeitgedächtnis leidet darunter. Wenn ich ihr schmerzendes Knie mit CBD Öl äußerlich behandle, beobachte ich die Folgen etwa 12 Stunden später. Ich kann die Symptome mit der Gabe von MCT Öl lindern. Doch stärkere Träume hat meine Mutter nach äußerlicher CBD Anwendung dennoch.
      Die Fläche auf der Nase ist wesentlich kleiner als am Knie, so sind auch ihre Nebenwirkungen milder. Dennoch habe ich meiner Mutter verboten, CBD ohne Begleitung anzuwenden. Das finde ich zu riskant.
      Der weiße Hautkrebs ist bei ihr abgeheilt nach achtwöchiger Behandlung zweimal täglich. Es ist alles schön glatt. An zwei Stellen sind noch leichte Rötungen sichtbar, als Folgen der Wundheilung.

      Es wäre wichtig, genau zu beobachten, wie deine Mutter das CBD Öl verträgt. Wenn es ihr damit gut geht, würde ich es an deiner Stelle viermal täglich mit CBD Öl 18% versuchen. Ansonsten zweimal täglich mit CBD Öl 10%. Ärztlicher Rat ist dennoch unumgänglich. Vielleicht gibt es in eurer Umgebung naturkundlich versierte Hautärzte, die mit CBD Erfahrung haben?

  • Wow, was für ein ausführlicher Erfahrungsbericht! Ich wäre an dem Vaporisator interessiert :-)
    Ich selbst stehe noch am Anfang mit meinen CBD-Experimenten.

    • Liebe Karin,
      gratuliere, du bist die erste, die sich wegen dem CBD Vaporisator meldet! An welche Adresse darf ich ihn schicken? :-)
      Mein Vaporisator hat einen winzig kleinen Schmelzofen für Kristalle. Bei der Mary Jane Hanfmesse wurde mir empfohlen, alternativ CBD Blütenpollen im Vaporisator einzusetzen.
      Sicherlich gibt es viele Menschen, die von einem (medizinischen) Vaporisator profitieren. Inhalation ermöglicht die stärkste Aufnahme von CBD. Das spart Material und Geld. Aber ich fürchte, menschliche Atemwege sind für dauerhafte Inhalation nicht gemacht. Sie wird nicht einmal von Vaporisator-Herstellern empfohlen bei empfindlichen Bronchien. Deshalb ziehe ich die sublinguale Aufnahme über die Mundschleimhaut vor. Die geht nicht über die Verdauungswege durch die strenge Leber, sondern wandert direkt ins Blut.
      Bitte berichte uns von deinen Erfahrungen!

    • Wie viel CBD ein Tropfen CBD Öl enthält, hängt ab von der Konzentration des Öls. 4%, 5%, 10% oder vielleicht sogar 25%? 2mg CBD pro Kilo Körpergewicht oder absolut? Für Kinder, für Erwachsene, für Frauen oder Männer? Die beste Dosis ist so individuell wie das Produkt, das Sie einnehmen. Die Wirkung des Produktes ebenso wie die Nebenwirkungen sind bei jedem Menschen anders. CBD überdosieren? Angeblich werden nicht verbrauchte CBD Rückstände nebenwirkungsfrei ausgeschieden. Die gesundheitsfördernde Dosis hängt ab von den Symtpomen, die zu kurieren sind. Auch Zusätze wie Terpene oder andere Wirkstoffe führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Enthält Ihr CBD Öl Restmengen THC? Wie sind die Wechselwirkungen? Nehmen Sie Medikamente ein? Wenn ja, wie beeinflussen sie die CBD Wirkung? Zwei Milligramm als Tagesdosis für jeden Menschen festzulegen halte ich für wenig zielführend. Das wäre eine sehr geringe Dosis – in manchen Anwendungsfällen sind sogar zwei Gramm pro Tag sinnvoll. Dennoch danke für die Anregung!

  • Danke für diesen Bericht! Sehr aufschlussreich und deckt sich teilweise
    mit meinen schlechten! Erfahrungen.
    Ich leide unter Panikattacken, die sich erst gebessert und dann massiv
    verstärkt haben-trotz noch geringfügiger Dosierung.Das Zeug wirkt
    paradox – mal so mal so…nehme es auf keinen Fall wieder.V.G.

    • Die Panikattacken durch CBD sind möglicherweise verursacht durch Energiemangel der Nervenzellen. Sie können aufgrund einer mitochondrialen Störung auftreten. Hast du schon einmal versucht, CBD mit Energie-Boostern wie MCT Öl oder NADH zu kombinieren?

Beteiligen Sie sich an der Diskussion!

Chromosome