Kurzversion:

Drei Jahre lang schon teste ich CBD und beobachte die Wirkungen auf meine Psyche. Lesen Sie ein paar Erfahrungen über die Wirkung von CBD auf Gefühle.

CBD Öl und Angst

Angstlindernde Wirkung wird CBD Öl attestiert. Ich träufle an einem Abend drei Tropfen auf die Zunge. Neugierig warte ich, was passiert. Plötzlich bekomme ich furchtbare Angst.

Meine Mutter könnte gestorben sein! Ich bin überzeugt, etwas Schlimmes ist passiert. Es ist schon spät. Trotzdem rufe ich meine Mutter an auf ihrem Handy. Niemand hebt ab. Schläft sie, ist sie tot? In dieser Nacht stelle ich mich auf düstere Nachrichten ein. Am nächsten Morgen erreiche ich meine Mutter – es geht ihr bestens.

CBD Öl wirkt bei mir nicht angstlösend. Da fehlt „aus“. Angstauslösend muss es heißen. Kommt die Furcht vom CBD Wirkstoff – oder vielleicht von Terpenen im Naturharz? Terpene können Allergien triggern. CBD Kristalle nicht. Bin ich allergisch auf Terpene?

CBD Öl und Albträume

Ich mache noch einen Versuch zwei Tage später: Einen Tropfen CBD Öl (ungefähr drei Milligramm) gebe ich auf die Zunge, vor dem Einschlafen. Ich wache auf in der Nacht. Furchtbare Albträume haben mich geweckt. Meine Blase ist voll. Wo bin ich? Ich weiß nicht mehr, in welchem Bett ich da liege. Ich torkle hoch. Es dauert ein Weilchen, bis ich mich zurecht finde.

Am nächsten Morgen fühle ich mich katerig. Nicht besoffen. Anders. Aber normal ist das nicht. Der kommende Tag ist sehr entspannt. Ich bin kreativ, will schreiben. Meine Mutter rufe ich an, um sie vor paradoxen Problemen nach der Einnahme von CBD Öl zu warnen. Sie testet das CBD Öl gereade gegen Arthrose Schmerzen in ihrem Knie. Der AB hebt ab. Ich erkläre ihr den Speicher voll. Sie verzichtet seither auf die Einnahme von CBD Öl und wartet auf neue Tipps von mir. Noch eine Woche später berichtet sie von verrückten Träumen, die nicht angenehm sind.

CBD Öl und MCT Öl

Triggert CBD Öl ein Energiehoch in meinem Kopf, das durch Glukose nicht ausgeglichen werden kann? Ich nehme am Abend fünf Tropfen CBD Öl 10% (rund 16 Milligramm CBD) zusammen mit zwei Löffeln MCT Öl ein. Dieses wird von der Leber in ketogene Energieträger verwandelt. Wenn meine Theorie stimmt, müssten die Angstgefühle jetzt ausbleiben. Denn MCT Öl unterstützt die verfügbare Energie in den Nervenzellen.

Es klappt! Ich bleibe angstfrei. Meine leichten Kopfschmerzen verschwinden. Stattdessen fühle ich mich wundervoll. Meine Handflächen werden warm. Empfindungen in jedem Quadratmilimeter Haut entstehen. Auch die Füße kribbeln und fühlen sich lebendig an. Ich werde fröhlich. Glücklich.

Bis drei Uhr Nachts schlafe ich tief und fest, traumlos wie mir scheint. Als ich gegen drei Uhr Nachts erwache, bin ich klar im Kopf. Doch ich habe Angst: Mein Leben könnte völlig falsche Bahnen angenommen haben. Ich bin eine Loserin. Ich werde alles verlieren.
Ist die ketogene Energie aus dem MCT Öl aufgebraucht? Ich brate frisches Teff-Fladenbrot mit Kokosöl. Unterzuckerung könnte vielleicht an meinem Zustand Schuld sein. Auf den fertigen Fladen gieße ich einen Schuss MCT Öl, gegen die Angst. So richtig funktioniert das aber nicht. Die Angst bleibt.

CBD Öl macht müde

Gegen sechs Uhr morgens kann ich wieder einschlafen. Ich erwache drei Stunden später. Das Katergefühl ist viel stärker als am Vortag. Ich komme kaum in die Gänge. Kaffee mit einem großen Schuss MCT Öl hilft ein wenig. Die Schlappheit will nicht weichen. Immer wieder nicke ich ein über dem Monitor.

Um die Mittagszeit ist die bleierne Müdigkeit immer noch nicht überstanden. Ich habe eine Idee: Vielleicht hilft CBD Öl? So wie Alkohol gegen Kater helfen soll? Ich nehme fünf Tropfen CBD Öl pur auf die Zunge. Hurra, das wirkt! Eine Viertelstunde nach der Einnahme werde ich unternehmungslustig. Der Tag wartet auf mich!

CBD Öl steigert die Kreativität

Ich wollte schon immer einen Artikel über Kälbchenleid durch Milchkonsum schreiben. Mein Kopf sprüht nur so vor Ideen. Schnell, schnell ans Bloggen, die kreative Phase muss ich nutzen. Ich schreibe und schreibe und schreibe.

Um zwei Uhr schwinge ich mich aufs Rad. In der letzten Zeit hatte ich dabei oft schmerzhaftes Ziehen im rechten Knie gespürt. Vermutlich Schleimbeutelentzündung, von exzessivem Radfahren im Großstadtdschungel. Heute sind keine Schmerzen da. Wo sind sie geblieben, die lästigen kleinen Nadelstiche?

Den ganzen Abend bin ich müde. Das Wochenende kommt. Ich fühle mich ängstlich, traurig, unsicher. Ich bin müde, müde, müde. Am Samstag wird geschlafen. Erst am Sonntag ohne CBD fühle ich mich wieder etwas munter.

CBD Öl hat großes Potenzial: Es fördert meine Geisteskräfte. Meine Nervenzellen kribbeln, der ganze Körper fühlt sich gut an. Berührung wird intensiver. Schmerzen vertreibt CBD Öl vollständig. Ich schreibe so flüssig als würde ich atmen, die Texte rasen aus meinen Fingern. Doch der Preis für diese überaus guten Seiten ist zu hoch. Albträume, bleierne Müdigkeit, Depressionen, Ängste? Das kann ich mir nicht erlauben.

Wie kann ich die guten Effekte erreichen, die störenden Nebenwirkungen jedoch vermeiden?

Ich vermute, die Nebenwirkungen liegen in mir selbst: Mangelnde Energieversorgung der Nervenzellen nach nervenstärkendem CBD Öl. Wenn ich die Energiemenge in meinen Zellen erhöhe – verschwinden dann die Nebenwirkungen?

Meine Mutter hat mir ihren Energiestoffwechsel vererbt. Mitochondrien gehen von den Müttern auf die Kinder über. Kann ich über eigene Selbsterfahrung Rückschlüsse ziehen über die Wirkung von CBD bei meiner Mutter?

CBD Öl macht glücklich

Eine neue Kombination bringt spannende Ergebnisse: Ich kombiniere CBD Öl mit NADH. Ich bin ich fröhlich, so gut gefühlt habe ich mich schon lange nicht. Konzentriert bin ich, und gleichzeitig auch entspannt. Ein bisschen Superwoman steckt heute in mir. Autofahren geht ohne Probleme, keinerlei verlangsamte Reaktionen. Ich schalte das Radio ein. Es läuft ein Ohrwurm von einem jungen Shootingstar. Geile Mucke! Laut singe ich mit. Ich bin glücklich. Sooo glücklich.

CBD Öl verstärkt Gefühle

Mit CBD bin ich viel emotionaler als sonst. Ich sehe eine Doku im Fernsehen über Strandfüchse. Als ein Fuchsbaby auf dem Bildschirm stibt, rollen Tränen über meine Wangen.
Was ist das??

Mit meinem Freund spreche ich nie über Gefühle. Plötzlich quassle ich wie ein Wasserfall. Beim romantischen Spaziergang im Sonnenuntergang plaudere ich ohne Punkt und Komma. Mein Freund fühlt sich gestresst. „Du bist verrückt“ brummt er.

Noch drei Tage später nach der CBD Einnahme fühle ich mich überdreht. Hyperaktiv. Um sechs Uhr morgens aufstehen, checken, machen, tun, schnellschnell!

Viel zu sentimental bin ich, kleine Tränchen kommen immer wieder. Wegen Erinnerungen an die Schulzeit, wegen einem unfreundlichen Autofahrer, wegen Nichtigkeiten. Glücklicherweise trocknen die Tränen schnell.

Hilft mir CBD, mein wahres Ich zu entdecken? Öffnet es mir den Zugang zu meinen Gefühlen? Macht es mich crazy? Oder vielleicht beides?

CBD triggert Suizidgedanken

Im Urlaub habe ich CBD Kristalle bei mir. Im sonnigen Süden tauche ich meinen feuchten Finger in krümelige CBD Kristalle und lecke sie unter die Zunge. Das geht völlig daneben. Hier, im Urlaub, genieße ich viel Süßes. Sonne und Meer ohne Eis und Mangos – das wäre Folter. Ich habe zuckriges Sorbet geschleckt vor dem CBD Test. Dabei vertrage ich Fruktose nur schlecht. Eine Kugel Eis macht mir aber normalerweise nichts aus.

Ein Tsunami an seelischem Schmerz überflutet mich. Unerträglich kommt mir das Leben vor. Sterben wäre schön. Es würde mich sowieso niemand vermissen, denke ich hohl. Ach du Schreck. Das war wohl zu viel des Guten. CBD in Wechselwirkung mit Fruktose scheint negative Auswirkungen auf meine Nerven zu haben. Ich nehme ein paar große Schlucke MCT Öl als Gegenmittel. Das hilft einigermaßen. Nach einer halben Stunde sind die emotionalen Klopper weitestgehend abgeklungen.

Wirken die terpenfreien CBD Kristalle schädlich auf meine Psyche? Oder verstärken sie nur die nervenschädigende Wirkung der Fruktose? Ist CBD selbst vielleicht unschuldig an meinen emotionalen Einbrüchen? Was verursacht CBD in meinem Körper, um solche traurigen Gedanken auszulösen?

CBD Test bei Autismus

Mein Freund ist kein Autist. Ganz und gar nicht. Er ist ein unglaublich süßer, typischer Mann. Supergut in Mathe, organisiert wie ein Kalender. Er tanzt nicht gern, stattdessen liebt er Sport mit strengen Regeln. Fußball zum Beispiel. Sprachlich ist er nicht begabt, dafür löst er technische Probleme in no time. Vielleicht würde man ihm ein klitzekleichtes Asperger Syndrom unterstellen, würde man danach suchen.

Als ich nach dem Urlaub nach Hause komme ist er wunderbar wie immer. Ein Fläschchen Wein wartet schon auf mich. Ich mache Fruchtsalat aus mitgebrachten Mangos. Heimlich mische ich eine kleine Menge CBD Kristalle hinein, ungefähr zehn Milligramm. Neugierig beobachte ich, ob der Salat bei meinem Freund etwas auslöst.

Etwa eine Viertelstunde später wird er unruhig. Nicht schlecht unruhig, nur ein bisschen hibbelig. Er wirkt aufgeregt. Seine Laune wird brummig. Ich möchte Musik einschalten, er sagt nein. Keine Musik. Bald geht er ins Bett. Er wirkt sehr müde. Am nächsten Morgen frage ich ihn, ob er schlecht geträumt hat. Hat er nicht. Er hat tief geschlafen. Gegen Nachmittag taut er auf wie ein Eiszapfen im Sonnenlicht. Er ist viel emotionaler als sonst. Fröhlich ist er, witzig, super sexy. Den ganzen Abend lang schauen wir Musikvideos. Wir lachen viel mehr als sonst.

Ich gestehe meinem Freund die CBD Portion im Fruchtsalat vom Vortag. Er trägt es mit Fassung. Beim Joggen am Morgen waren ihm düstere Gedanken gekommen, erzählt er. Na bitte! CBD löst etwas aus in ihm. „Hey, es wirkt!“ grinst mein Freund sarkastisch.

Kann CBD seine emotionalen Zentren dauerhaft antriggern? Schon öfter haben wir darüber gesprochen. Mein Freund fühlt sich unterlegen in der Arbeitswelt, weil er sich nicht „gut verkaufen“ kann. Für beste Selbstvermarktung braucht man aber Intuition und rasches Einfühlungsvermögen für sein Gegenüber. Ich biete meinem Freund an, CBD Kristalle für ihn individuell zu mischen. Er lehnt dankend ab. Er fühlt sich nicht krank. Es gibt nichts, was er gerne an sich kurieren möchte. Es ist die Gesellschaft, die kaputt ist, findet er. Dafür liebe ich ihn auch. Keine CBD Tests mehr für ihn.

Wirkt CBD gegen Wahn?

Kreativ oder verrückt? Hellseherisch oder schizophren? Mutig oder durchgeknallt? Verliebtheit oder Liebeswahn? Was ist gesund und normal? Was ist pathologisch? Das zu erkennen fällt uns schwer. Nicht zuletzt die Auslegung von Wahn ist kulturell bedingt. Was muss wie behandelt werden?

CBD sagt man antipsychotische Wirkung nach. Es scheint neuronale Verknüpfungen aufräumen zu können. Wahnvorstellungen wird dadurch angeblich vorgebeugt. Ich habe zu Beginn meiner Experimente eher gegenteilige Erfahrungen gemacht. Doch ich bin mir nicht sicher, ob dies eine Erstverschlechterung war, eine allergische Reaktion auf Terpene oder die halluzinogene Wirkung von sehr kleinen Restmengen THC.

An mir selbst kann ich nach dreiwöchiger Einnahme von CBD Kristallen mit dem Vaporisator beobachten, dass sich vernünftige Ruhe über meinen Alltag legt. Ich fühle mich weniger getrieben durch Ängste oder Unsicherheiten. Die Aufgaben der Woche zu strukturieren fällt mir leichter. Kreative Artikel-Ideen jagen nur so durch meinen Kopf. Irgendwie scheint CBD so eine Art Ordnung in meine Synapsen zu bringen. Dadurch kommt es einerseits weniger zu störenden Unsicherheiten. Andererseits gibt es für die Neuverknüpfung von Fakten freie Bahn. CBD gegen krankhaften Wahn, das könnte tatsächlich klappen.

Welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht mit CBD in Bezug auf psychische Wirkungen? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

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