Depression, Angst, Wahn? Ursache: Antibiotika!

Kurzversion:

Ängste, Zwänge und Depressionen bei vormals gesunden Patienten verunsichern Angehörige ebenso wie Betroffene. Zumeist sucht man Rat beim Psychiater. Doch liegt den nervlichen Schwächen nicht vielmehr eine ernsthafte körperliche Erkrankung zugrunde?

Sie können sich das nicht vorstellen. Wenn Sie nicht in einer ähnlichen Situation sind, können Sie dieses Leid nicht nachempfinden!
Es war FURCHTBAR!
Ich liebte meinen Beruf. Plötzlich ging nichts mehr. Ich wurde müde. Lustlos. Ohne Antrieb. Meine Arbeit fiel mir zunehmend schwer.

„Vielleicht kann ihnen ein Psychiater helfen?“ Mein Hausarzt hatte keine bessere Idee. Im Telefonbuch fand ich einen Professor für Psychiatrie und Neurologie. Unerschütterlich war dessen Diagnose: „Burnout“. Er verschrieb Antidepressiva. „Die können Sie ruhig nehmen. Auch lebenslang. Meine Mutter nimmt sie auch.“

Ich dachte, ich müsse sterben. Nach der ersten Einnahme einer ersten Tablette brannte meine Haut am ganzen Körper. So fühlt es sich wohl an, wenn man in einen Ameisenhaufen gefallen ist. Überdreht, manisch, panisch wurde ich, voll Angst. Wollte von irgend etwas springen, irgendwo hinunter. Stattdessen sprang ich in ein Taxi.

Als mich der Professor sah, lachte er: „Da haben wir ein bisschen zu viel erwischt.“ Seine grinsende Einsicht schien auf lange Erfahrung zu gründen. Er gab mir eine Tablette aus einem geheimen Wandschrank. Sie beruhigte mich. „Nehmen Sie pro Tag nur noch ein halbe Tablette von Ihrem Antidepressivum.“ Salbungsvoll verabschiedete er mich.
Jahre später erfuhr ich, dass ich einen Serotonin-Schock gehabt hatte.
Potenziell lebensgefährlich.

Die Antidepressiva wirkten nicht gegen mein „Burnout“. Ich bekam eine Sorte nach der anderen verschrieben. Manche verursachten nässende Pickel. Die Narben auf der Stirn sieht man heute noch. Von anderen bekam ich Durchfall. Wieder andere blähten meinen Bauch auf. Ich traute mich kaum noch aus dem Haus. Die, die nichts machten, machten nichts. Das „Burnout“ verschwand nicht. An seine Stelle trat nun die Diagnose „Depression“.

Ich musste über meine Kindheit erzählen. Vater, Mutter, Geschwister, Großeltern, Freunde. Alte Wunden wurden aufgerissen. Ich fühlte mich zunehmend schwächer. Es dauerte Sitzung um  Sitzung. Natürlich half das nicht. Meine Kindheit war turbulent gewesen, es hatte Probleme gegeben, aber wo gibt es die nicht? Andere Leute werden auch nicht krank davon. Meine Krankenversicherung bezahlte alles.

Mein Leben änderte sich. Meinen Beruf konnte ich nicht mehr ausüben. Ich wurde ängstlich und scheu. Die Sozialkontakte verschwanden. Ich zog mich immer mehr zurück. Paranoide Gedanken begleiteten mich im Alltag. Das sichere Internet wurde mein neues Spielfeld. Ich lernte Content Management, Schreiben für das Netz, Onlinemarketing. „Freunde“ auf Facebook wurden emotionale Lebensbegleiter. Ich wurde zum Nerd. Doch gesund wurde ich nicht.

Man legte mir Gruppentherapie ans Herz. Ich hörte in wöchentlichen Sitzungen Geschichten von Selbstmordversuchen, tieftraurigen Müttern und verzweifeltem Trennungsschmerz. Jede Story zerrte an meinem Nervenkostüm, als hätte ich diese Traumen selbst erlebt. Es war unerträglich. Nach drei Treffen ging ich nicht mehr hin.

Die Ärzte überschlugen sich mit psychiatrischen Diagnosen. Zweite Meinungen trieben immer absurdere Blüten. Ein Experte schrieb vom anderen ab und fügte eigene Meinungen hinzu. „Sie haben Schizophrenie“ war eine alte Neurologin überzeugt. Ich war glasklar im Kopf. Sie attestierte ein „ausgeprägtes sprachliches Denkvermögen“. Doch das beeindruckte sie nicht. Eher im Gegenteil. Schizophrenie würde schließlich häufig hochbegabte Menschen treffen. Meine Antriebslosigkeit sei ein „Residualsymptom“.
Ihrer Ansicht nach hatte ich also Schizophrenie ohne Schizophrenie. Können Sie sich vorstellen, wie verunsichert ich war über meine Lebenssituation?

Eine Psychoanalyse sei sinnlos, war eine erfahrene Analytikerin überzeugt. Denn meine psychischen Störungen seien mir nicht bewusst. Sie kämen aus der vorsprachlichen Phase. Aus einer Zeit, an die ich mich nicht erinnern könne. So eine Störung sei nicht therapierbar.
Heute weiß ich, was für armseliger Bullshit das war. Doch damals dachte ich ernsthaft darüber nach, welche Traumata ich wohl erlebt haben mochte als Baby. Ich interviewte meine Mutter streng über die Zeit, an die ich mich nicht erinnern kann. Misstrauisch und ängstlich war ich. Kein Missbrauch, keine Verwahrlosung, keine Unfälle? Was verschwieg sie mir?

Die Psychopharmaka wurden neuer und immer teuerer. Ich wurde zur Lieblingspatientin von Therapeuten mit Rezeptzulassung. Ich verstummte. Mein Sprachgefühl verschwand. Die Emotionen waren weg. Das fühlte sich nicht schlecht an. Endlich funktionierte ich wieder in der Arbeitswelt. Doch fühlen konnte ich nichts. Im Internet wurde ich schon gehandelt als weiblicher … wie heißt dieser seltsame Charakter in dieser US-Serie, der keine Emotionen und kein Einfühlungsvermögen hat?

Drei Jahre später ging in Medikamentenstreik. Zigtausende Euro hatte meine Versicherung erstattet für nutzlose Chemie. Johanniskraut wurde mein täglicher Begleiter. Tatsächlich half mir die hochdosierte Einnahme. Auch diese Präparate wurden von der Versicherung übernommen. Es wirkte – viel besser als alle Psycho-Tabletten. Vom Johanniskraut wurde ich lichtempfindlich wie ein Vampir. Schon leichte Frühlingssonne schmerzte auf der Haut. Niemand warnte mich vor zunehmenden allergischen Reaktionen.

Nach einigen Jahren hatte ich mich abgefunden mit meinem Schicksal. Genetisch bedingte psychische Erkrankung. Weiterleben, irgendwie, war mein Motto. Ich gab mir Mühe. Auch eine Beziehung ging ich ein, zu einem bildschönen Mann, der gut zu meiner Ideenwelt passte – hätte ich ihn erst heute kennengelernt, er wäre mein Traummann gewesen. Die Beziehung ging in die Brüche. Für eine Frau ist es einfach, auch ohne Begehren Sex zu haben. Doch ihm fehlte etwas. Er ging fremd, war unstet, löste Ängste in mir aus – das wurde für mich zu stressig. Ich wollte fortan lieber alleine bleiben, denn Verständnis für meine Situation erwartete ich von keinem Menschen mehr.

Unerwartet bekam ich nach Jahren den richtigen Tipp. Eine junge Psychologie-Absolventin hatte ich durch eine Selbsthilfegruppe im Netz kennen gelernt. Sie machte mir Mut: Psychische Erkrankungen würden häufig von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten kommen. „Lass Gluten und Milch weg.“

Nur zwei Tage ohne Vollkornbrot und ohne Joghurt reichten: Es ging es mir plötzlich viel besser. Anstatt ängstlich und ansatzweise paranoid zu Hause zu bleiben, packte ich die Koffer: Eine Woche lang machte ich Urlaub im Schwarzwald. Ich fühlte mich beinahe gesund.
Das war mein Moment. Wie konnte das sein? Jahrelanges Leid wegen gesund empfundener Ernährung? Ich hatte gegessen, was mir als empfehlenswert beigebracht worden war. Da ich zu schwach geworden war, um selbst zu kochen, hatte meine Nahrung essfertig sein müssen: Bio-Joghurt aus dem Plastikbecher. Bio-Äpfel und bio-Karotten aus dem Supermarkt. O-Saft und Smoothies aus dem Kühlregal. Vorgewaschene Fertigsalate. Dazu Kürbiskernbrötchen und Vollkornlaibe vom Bäcker nebenan. Wurst kaufte ich meistens beim Fleischer ums Eck. Oft ging ich zum Chinesen im Nebenhaus. Er hatte leckere Mittagsmenüs mit Gemüse und Reis. Ohne Glutamat! War diese Ernährung etwa ungesund gewesen?

Seit ich durch Weglassen von Gluten und Milchprodukten gesunder wurde, interessiere ich mich brennend für biochemische Prozesse im Körper. Mein wichtigster Arzt wurde Dr. Google. Ich recherchierte, stundenlang, tagelang. Gluten? Was ist das? Warum kann ich Vollkornbrot nicht vertragen? Seit wann hat mein Körper Probleme mit bio-Milchprodukten, die mir früher nie bewusst geschadet hatten?

Ich ließ meine Entdeckung über einen Bluttest verifizieren: Glutenintoleranz und eine Allergie auf Milcheiweiß wurden nachgewiesen durch Antikörper. Zudem war ich hochgradig allergisch geworden auf Johanniskraut. Dr. Google machte mir einen Vorschlag: Gluten-Intoleranz und Milcheiweiß-Allergie würden häufig Hand in Hand gehen mit einer Fruktose-Intoleranz.

Nach dem neurologischen Professor wurde ein Gastroenterologe mein nächstes Feindbild. Ich bekam zum Fruktose-Intoleranztest ein Glas Zuckerwasser. Die darin gelöste Fruktosemenge war unfassbar hoch. Bei solchen Mengen würden selbst gesunde Menschen intolerant reagieren, verriet mir Dr. Google. Nachdem das Glas leer getrunken war, brach ich in Tränen aus. Die Geister meiner Vergangenheit tanzten an. Der Fruktose-Drink triggerte Trauer und Wahnvorstellungen. Eine Viertelstunde später klebte ich auf der Toilette. Der anschließende Atemtest ergab eine Fruktose-Intoleranz, die 180 Punkte über dem Grenzwert lag. Intoleranzen im Darm hingen bei mir also untrennbar mit psychischen Beschwerden zusammen!

„Warum habe ich eine Fruktose-Intoleranz?“ Genetisch bedingt! Der Gastroenterologe war sicher. Er verschrieb ein Hefepräparat und verbot den Genuss von Obst und Gemüse. Nachdem ich mich damit nicht zufrieden geben wollte, brummte er mir eine Magenspiegelung auf. Sie kostete 600 Euro und brachte gar nichts.
Lieber Dr. Google, woher kommt meine Fruktose-Intoleranz? Dr. Google wusste es: Ein gestörtes Mikrobiom im Darm ist die Ursache. Endlich, endlich, ging mir ein Licht auf!

Bevor mein „Burnout“ ausgebrochen war, hatte ich ANTIBIOTIKA bekommen. Keine große Sache, eine Blasenentzündung. Frauenklassiker. „Nehmen Sie alle Tabletten aus der Packung. Die Bakterien müssen abgetötet werden. Sonst können Resistenzen entstehen!“ Der Urologe war klar und deutlich. Alles kaputt machen.

Ich bat den Gastroenterologen um einen Stuhltest. Ich wollte nun ganz genau wissen, was in mir vorgeht. Stellen Sie sich meine Wut vor, als er den Test ablehnte! Nicht nötig sei das! Meine Erkrankung sei doch schließlich vererbt …

Erneut fragte ich Dr. Google nach einer Empfehlung: Ein Labor für mikrobiologische Analyse war gefragt. Als Selbstzahlerin stellte ich mich persönlich vor. Ich packte ein paar Krümel braunen Stuhl in ein Röhrchen. An meinem Geburtstag bekam ich die Befunde. Sie wurden das schönste Geschenk meines Lebens … endlich hatte ich die Ursache für meine Erkrankung gefunden!

In meinem Darm war alles kaputt. Ausgemerzt. Weggebombt von Antibiotika. Die wenigen Bakterienstämme, die noch vollständig waren, wurden als Mutation identifiziert – potenziell pathogen. „Wieso lebe ich noch?“ Der Laborarzt machte mir Mut. Es sei erstaunlich, was der menschliche Körper alles aushält. Wir sind auf Überleben programmiert.

Ich bekam eine Liste von Präparat-Empfehlungen für mikrobiologische Therapie. Die Behandlung mit Probiotika aus der Apotheke dauerte drei Jahre. Im Grunde ist sie bis heute nicht abgeschlossen. Mein Mikrobiom hat sich immer noch nicht vollständig regenierert. Die Fruktose-Intoleranz ist jedoch schon fast ausgeheilt. Nach dem Genuss von einem Glas frischem Orangensaft muss ich heute nicht mehr weinen. Auch rohe Milchprodukte vertrage ich in kleinen Mengen wieder. Von Gluten jedoch halte ich mich weiterhin fern wie der Teufel vom Weihwasser. Es macht mich müde, unkonzentriert grimmig.

Probiotika sind teuer. Sie sind vergleichsweise günstig, wenn man den Vergleich mit Kosten für Psychopharmaka heranzieht. Die Kosten für Medikamente werden von den Kassen erstattet. Mikrobiologische Therapie jedoch muss man selbst bezahlen. Denn Probiotika gelten als Nahrungsergänzungsmittel.

Die biochemischen Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Mikrobiom und sogenannten psychischen Erkrankungen sind faszinierend. Autismus, Schizophrenie, ADHS, gestörtes Sozialverhalten, Depression … es gibt kaum eine Erkrankung nach ICD-10 (Liste der psychischen und Verhaltensstörungen), die nicht zurück geführt werden kann auf ein gestörtes Mikrobiom. Eventuell auch auf das gestörte Mikrobiom der Mutter. Warum hat sich mein Darm nach der Antibiotika-Behandlung nicht regeneriert? Warum hat er mit Entzündungen reagiert, mit Intoleranzen, Allergien, Immunstörungen und Nervenschäden?

Wirft man einen Blick auf unser tägliches Essen, findet man die Wurzel des Übels: Haltbarkeit. Lebensmittel sollen so lang wie möglich verkaufbar bleiben. Lebendiges Essen ist nicht haltbar. Alles bakterielle in unserer Nahrung aus dem Handel wird abgetötet durch Hitze, Sauerstoff-Entzug, Pestizide und Konservierungsmittel. Gute Keime? Wo seid ihr? Selbst Joghurt und Sauerkraut werden pasteurisiert vor dem Abfüllen. Natürliche Bakterien und Hefen auf Obst und Gemüse können sich nicht bilden in Gewächshäusern mit künstlicher Erde. Sie würden Lebensmittel fermentieren, deshalb sind sie unerwünscht. Angegorene Äpfel kauft niemand.

Übertriebene Haushaltshygiene, Tenside aus Reinigern und gesetzliche Nährstoff-Verbote geben unserem Mikrobiom den Rest. Chronischer Bakterienmangel ist das schreckliche Resultat. Wir sind eine Hygiene-Gesellschaft mit länger-haltbar Syndrom und Keimphobie.

Vergessen Sie das mit der schweren Kindheit! Ihre Psyche reagiert nur – auf Probleme in Ihrem zivilisierten Körper. Züchten Sie Kefirpilze. Fermentieren Sie ihr eigenes Sauerkraut. Pflücken Sie bio-Trauben, machen Sie daraus lebendigen Wein oder Essig. Essen Sie rohe regionale Demeter-Karotten ungewaschen. Aus der nachhaltig gedüngten Kuhmisterde kommen gute biodynamische Helferlein für Ihren Darm.

Bei einer nachhaltigen Food-Messe endtdeckte ich einen Stand für bio-vegane Brotaufstriche ohne Gülle. „Warum denn ohne Gülle?“ fragte ich neugierig. „Möchtest du gerne Scheisse essen?“ Der junge, vollbärtige Messeverkäufer sah mir streng in die Augen. „Ja, bitte! Unbedingt! Gesunde, keimreiche Scheisse von glücklichen bio-Weidetieren, regional und ohne Antibiotika …“

Suchen Sie nach hochwertigen Rohmilch-Produkten! Mutige Milchproduzenten bringen verbotene Bückware mit auf den Markt. Sie sind die Helden unserer Zeit. Lassen Sie die Finger von „länger-haltbar“ Produkten. Und vor allen Dingen: Sagen Sie Ihrem Psychiater, dass er Sie …

Psychopharmaka vergiften unsere Körper. Wenn wir vorher keine psychischen Beschwerden durch Medikamente hatten – nach zwei Jahren mit Antidepressiva oder Schlimmerem streikt der Stoffwechsel. Chronische Müdigkeit (CFS) ist nicht selten das Resultat. Die Belastung unserer Speicher mit Chemie führt zu Erschöpfung und Schwäche.
Lassen Sie sich nicht einreden, das käme von Ihrer Psyche! CFS ist fast immer die Folge einer wie auch immer gearteten Vergiftung! Vielleicht ist das Chronic Fatigue Syndrom eines Tages schulmedizinisch akzeptiert. Vielleicht wird dann Entgiftungs-Therapie von den Kassen erstattet. Bisher jedoch gilt CFS vielfach als Scharlatan-Diagnose, obwohl es sprunghaft zunimmt.

Entgiftung und Ausleitung der Medikamentenrückstände mithilfe von wirksamer Nahrungsergänzung kosten viel Zeit – und privates Geld. Nahrungsergänzungsmittel werden derzeit selten von Versicherungen anerkannt. Lassen Sie sich also bitte keine Drogen einreden, für deren Wirksamkeit es keine wissenschaftlichen Belege gibt. Die Wirkmechanismen von Psychopharmaka sind bis heute nicht präzise erforscht. Psychiater betreiben „trial-and-error“ Methoden: Sie probieren an ihren Patienten aus, ob was wie wirkt. Misstrauen ist angesagt. Gibt es Verträge mit Pharma-Konzernen?
Wenn Sie gerne Naturheilmittel versuchen möchten, schwatzt man oft das Alkalimetall Litium auf. Litium reichert sich an im Gehirn. Zwar ist es ein lebenswichtiges Spurenelement. Litium-Mangel kann bipolare Störungen oder andere kognitive Störungen auslösen. Doch überdosiertes Litium in großen Mengen ohne vorliegenden Mangel vergiftet Sie. Die Metallbelastung können Sie kaum noch ausleiten.

Lehnen Sie Psychopharmaka ab, wenn Sie sie ablehnen können. Suchen Sie lieber nach den Ursachen für ihre psychische Verletzbarkeit. Denn sie ist höchstwahrscheinlich ein Symptom – für eine tiefer liegende körperliche Erkrankung.

Neulich suchte ich in einem Hauswarengeschäft nach Einmachgläsern, um darin Trauben zu fermentieren. Eine freundliche Dame beobachtete mich. Sie stellte mir ein paar Fragen über Kefir. Ihr Sohn ist krank. „Können Depressionen von Antibiotika kommen?“ Ihr Sohn hat nach einer Urlaubsreise eine Antibiotika-Therapie verschrieben bekommen. Ihm geht es psychisch seither nicht so gut.

„Ich dachte, es ist vielleicht meine Schuld“ meinte die Dame verzagt. Aber sie hat ihn doch gestillt, ihren Sohn. Hat sie etwas falsch gemacht?

Nachsatz: Diesen Artikel habe ich schon vor zwei Jahren geschrieben. Ich habe ihn nie veröffentlicht. Denn ich hatte nicht den Mut, mich mit einer solch persönlichen Leidensgeschichte zu outen.
Kürzlich traf ich bei einem Waldspaziergang einen einsamen Vater. Er erzählte mir traurig von den Problemen seiner pubertierenden Tochter. Sie leidet an diffusen Ängsten. Auch selbstverletzendes Verhalten legt sie an den Tag. Dabei hat sie häufig Bauchschmerzen. Ob das wohl von Hormonen kommen könne?
Wir sprachen über Antibiotika. Tatsächlich hatte die junge Frau mehrmals Antibiotika eingenommen, wegen chronischer Entzündungen. Ich gab dem besorgten Mann die Adresse von meinem Labor für mikrobiologische Untersuchungen. Vielleicht kann er damit seiner Tochter eine ungestörte Zukunft ermöglichen.

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