Erwachsenenvertretung endet mit Tod

Kurzversion:

Heute erzähle ich Ihnen eine aktuelle Geschichte aus Österreich. Sie lächeln? Eine Geschichte aus Ibiza etwa? Auch diese österreichische Episode hat das Zeug zur tieftraurigen Satire. Sie handelt von meiner Mutter. Sie hat eine Erwachsenenvertreterin bekommen. Wird meine Mutter juristisch-medizinischen Wahnsinn überleben, der wie ein Höllenfeuer über sie hereingebrochen ist?

Juni 2020. Meine Mutter ist nicht länger verantwortlich für ihr eigenes Leben. Sie bekam eine sogenannte Erwachsenenvertretung. Österreich hat die ehemalige Sachwalterschaft dahingehend umbenannt. Die Erwachsenenvertretung ist gedacht für psychisch kranke Menschen, die sich nicht mehr alleine helfen können.

Ein eigenes Gesetz wurde verfasst für die österreichische Erwachsenenvertretung. Regulatorien kann man auf der Webseite der österreichischen Bundesregierung nachlesen.
Die Erwachsenenvertretung endet mit dem Tod der vertretenen Person steht auf dieser Website.

Leider wird dieses Gesetz von Salzburger Behörden wörtlich ausgelegt. Die Erwachsenenvertreter meiner Mutter scheinen zu glauben, deren Auftrag bestünde darin, den raschen Tod meiner Mutter herbei zu führen.
Jedenfalls bekam ich ebendiesen Eindruck, seit meine Mutter betroffen ist von diesem Gesetz. Denn sie wird von allen Beteiligten ihrer Erwachsenenvertretung daran gehindert, wieder gesund zu werden.

Meine Mutter hatte im Salzburger Landeskrankenhaus eine Medikamentenvergiftung davon getragen, in einem Massenbetrieb ohne Kompetenz in Naturheilkunde oder orthomolekularer Therapie. Meine Mutter war von überflüssigen Pharmazeutika dement und lahm geworden. Doch die Ärzte stritten jede Veranwortung ab. Monatelang siechte meine Mutter in einem sterilen Krankenzimmer vor sich hin, medikamentös blockiert ohne therapeutischen Nutzen.

Der Salzburger Bezirksrichter Thomas Wegleiter wurde bestellt, die Notwendigkeit einer Erwachsenenvertretung für meine Mutter zu prüfen. Er beauftragte das Vertretungsnetz Erwachsenenvertretung, die Voraussetzungen zu erörtern. Eine Frau Renate Schüttelkopf (ja, sie heißt wirklich so) hörte sich Lügengeschichten meiner Schwester an. In allen Punkten nahm sie deren Betrügereien ernst.

Ich würde meiner Mutter illegale Drogen geben, erfand meine Schwester. Ich würde sie sozial isolieren. Ich würde ihr Medikamente wegnehmen und sie dement machen, log sie immerfort. Weder Beweise noch medizinische Erklärungen hatte sie für ihre Anschuldigungen, doch sie missbrauchte meinen geistig behinderten Bruder als Zeugen.

Gar nicht erst mit mir sprechen wollte Frau Schüttelkopf. Sie fragte auch nicht genauer nach, von welchen Medikamenten meine Schwester da sprechen würde, und wie das meine Mutter angeblich dement machen solle. Sie glaubte alles unhinterfragt. Ich hatte Kaliumsalz für meine Mutter bestellt gehabt, dies hatte sie von meiner Schwester erfahren. Frau Schüttelkopf war nun felsenfest überzeugt, ich sei gefährlich für meine Mutter.

Vor Ort im Krankenhaus wurde meine Mutter vom zuständigen Richter Wegleiter gefragt, von wem sie vertreten werden möchte. Sie nannte mich als Vertrauensperson. Doch dieser Mann fand das nicht angebracht. Er hatte von meinen Fähigkeiten erfahren in Bezug auf orthomolekulare Wirkstoffe und Vitamine. Auch von meiner Kritik an diesem Salzburger Massenkrankenhaus hatte er gehört, und deren pharmazeutischer Fehlbehandlung.

Salzburg ist eine kleine Stadt, jeder ist mit jedem irgendwie verwandt, verschwägert oder beruflich versippt. Ich selbst kenne dort niemanden besonders gut.

Meine habgierigen Geschwister belogen den Richter immerfort. Sie machten ihm weis, ich hätte eine frühere vorgebliche Demenz meiner Mutter verschlimmert. Dabei war sie gar nicht dement gewesen. Sie hatte auch keine Medikamente gegen Demenz eingenommen, die man hätte absetzen können.

Jahrelang hatten sich ihre beiden anderen Kinder nicht gekümmert um meine Mutter. Sie hatten wahnhaft eifersüchtig aus der Ferne unsere Freundschaft missgünstig beäugt.
Ich hatte meine Mutter durch gesunde Ernährung und Bewegung gesünder gemacht. Durch mich hatte sie weniger Medikamente gebraucht. Es waren Medikamente und ungesunde Lebensweise gewesen, die Vergesslichkeit und Altersschwäche bei ihr voran gebracht hatten. Wenn meine Mutter von mir begleitet wurde, ging es ihr bestens. Doch meine Geschwister behaupteten das Gegenteil. Wahrheit, Vernunft und Wissenschaft spielten keine Rolle in diesem Theater rund um Geld, Macht und Sippschaft.

Der Salzburger Bezirksrichter Wegleiter stellte keine weiteren Fragen. Er kontaktierte mich gar nicht erst. Stattdessen ernannte er ohne jedes weitere Nachdenken meine habgierigen Geschwister als Erwachsenenvertreter meiner Mutter. In seinem Beschluss schrieb er: Durch das Absetzen medizinisch notwendiger Medikamente hat sich der kognitive Zustand der Betroffenenen verschlechtert.

Diese Formulierung, barer Unsinn, war in keiner Weise begründet oder erklärt. Welche Medikamente hat ihre Schwester ihrer Mutter weggenommen hätte er fragen müssen. In welchem Zusammenhang stehen diese Medikamente mit Demenz? Kann Ihre Mutter Ihre Anschuldigungen bestätigen?

Meine Mutter wurde nicht gefragt. Illusion oder nicht, das spielte für Thomas Wegleiter keine Rolle. Zwei Angehörige hatten diese Beschuldigungen vorgebracht, also mussten sie stimmen. Immerhin hatte meine Schwester behauptet, ich würde meiner Mutter „Marihuana verabreichen“.

Ob meine Mutter illegale Drogen bekommen hatte von mir, wurde nie geprüft. Nicht einmal die Betroffene selbst wurde danach gefragt. Sie war ja immerhin schon lange „dement“ und würde meine Machenschaften „nicht mehr verstehen“ log meine Schwester.
Mein geistig behinderter Bruder hätte niemals als Erwachsenenvertreter ernannt werden dürfen. Er und seine psychisch kranke Frau würden selbst einen Erwachsenenvertreter brauchen. Doch als ich ebendies vortrug vor Gericht hieß es nur lapidar: Das kann jeder sagen.

Ich reichte Rekurs ein gegen die Ernennung meiner Geschwister als Erwachsenenvertreter meiner Mutter. Der österreichische Rekurs ist das Pentant zur deutschen Berufung. Doch Thomas Wegleiter ließ diesen Rekurs liegen. Er reichte ihn nicht weiter an die nächste Instanz. „Sie sind keine Beteiligte in diesem Verfahren“ behauptete er. Er nahm kein einziges Schreiben von mir ernst.

Weitere Monate wurde meine Mutter von meiner Schwester festgehalten in dem schlechten Krankenhaus, das sie medikamentös dement und hilflos hielt. Als Klassepatientin im Einzelzimmer war sie gefundenes Fressen für die Geriatrie-Station des SALK, die ansonsten halb leer stand.

Währenddessen beraubten meine Geschwister meine Mutter ihrer Wertgegenstände und plünderten ihr Sparkonto. Das Schloss ihrer Eigentumswohnung ließen sie austauschen. Alleine dafür stellten sie meiner Mutter 600 Euro in Rechnung. Mich hielten sie gewaltsam fern von meiner Mutter. „Sie hat keine Ausbildung, sie hat keine Ausbildung“ pflegte meine Schwester zu kreischen, wenn ich gesunde Vorschläge für meine Mutter machte. Sogar zu körperlichen Angriffen kam es durch meinen geistig behinderten Bruder.

Ich schrieb einen Antrag nach dem anderen. Ich versuchte, das Gericht davon zu überzeugen, mich als Vertreterin zu ernennen. Ich schickte albenweise Fotos von meiner pumperlgesunden Mutter und mir, um zu beweisen, wie gut es ihr gegangen war, wenn sie bei mir gewesen war. Ich reichte wissenschaftliche Belege ein für die Wirksamkeit einiger von mir verabreichten Mikronährstoffe.

Endlich bekam ich eine Antwort. Thomas Wegleiter untersagte mir, weitere Eingaben zu machen:

In Anbetracht der Zahl und Häufigkeit ihrer E-Mail Eingaben in der Erwachsenenschutzsache ihrer Mutter teile ich Ihnen mit, dass diese aufgrund der sich in bloßer Wiederholung erschöpfenden Inhalte künftig gemäß § 86a ZPO zurückgewiesen werden.

Meine Mutter nahm sich einen Anwalt. Ich suchte ihr einen Vertreter mit Schwerpunkt Patientenrecht über die österreichische Anwaltsuche. Ein Rechtsanwalt Peter Huber nahm das Mandat an und verlangte einen Vorschuss. Er ging zu meiner Mutter und ließ sich von ihr bevollmächtigen. Er verlangte einen weiteren Vorschuss. Ich bezahlte ihn über die Kreditkarte meiner Mutter. Doch der Anwalt richtete nichts aus. Er machte ein paar Eingaben bei Gericht, sie blieben seitens des Richters Wegleiter unkommentiert.

Herr Huber bezog sich auf den tobenden Familienstreit als Anlass für eine Absetzung meiner Geschwister als Vertreter. Doch nichts dergleichen geschah. Meine Geschwister entmündigten meine Mutter in allen Belangen, nahmen ihr das Handy weg. Sie isolierten sie von allen Sozialkontakten, und verschleppten sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus in ein Pflegeheim unbekannten Ortes. Niemand wusste fortan, wo sich meine Mutter befand.

Mein behinderter Bruder beschuldigte mich, ich hätte die Unterschrift meiner Mutter gefälscht auf der Vollmacht des Anwalts, er zeigte mich an bei der Kriminalpolizei. Zudem beschuldigte er mich des Kreditkartenbetruges, der Körperverletzung und suggerierte gar, ich wolle meine Mutter mit Giftspritzen töten.
Meine Schwester behauptete, der Anwalt sei gar nicht der Anwalt meiner Mutter, sondern vielmehr mein Anwalt.
Mein Bruder zwang meine Mutter, ihm handschriftlich zu bestätigen, dass dieser Anwalt nicht von ihr bevollmächtigt worden war. Gleichzeitig wurde der Anwalt telefonisch unentwegt belästigt – mein Bruder wollte ihn durch Telefonterror zwingen, sein Mandat nieder zu legen.

Richter Thomas Wegleiter gab allem statt und ließ den Anwalt links liegen. Er lud ihn nicht einmal ein zur Befragung des Gutachters, welchen Thomas Wegleiter bestellt hatte zur Prüfung der Gesundheit meiner Mutter.

Dieser Gutachter war … entschuldigen Sie, wenn ich keine passenden Worte finde. Der Salzburger Psychiater Christoph Egger, der mit ebendiesem Krankenhaus assoziiert war, welches die dementielle Störung meiner Mutter durch Medikamente verschuldet hatte, sollte nun die dementielle Störung meiner Mutter prüfen. Er begutachtete meine Mutter fünfzehn Minuten lang im Krankenhaus, während sie unter Medikamenteneinfluss stand. Infolge attestierte er ihr in einem Gutachten von dreiundzwanzig Seiten ein „dementielles Abbausyndrom“. Unheilbar sei das, behauptete er, ohne die schädlichen Medikamente mit einem einzigen Wort zu erwähnen.

Ich beantragte ein Sachverständigengutachten zum Beweis der sinnhaften Demenztherapie meiner Mutter mit natürlichen Salzen. Doch nichts geschah. Thomas Wegleiter ließ alle meine Schreiben unkommentiert liegen. Psychiater Egger, der von Salzen gegen Demenz noch nie gehört hatte, verdächtigte mich der Sektiererei.

Monate vergingen. Meine Mutter erholte sich, ihre Medikamentenvergiftung klang ab. Sie rief den Richter Wegleiter an, um ihre Erwachsenenvertreter abzuberufen. Er wollte erst gar nicht mit ihr sprechen.

Meine Mutter reichte schriftlich einen Rekurs ein gegen ihre Erwachsenenvertretung. Ich fertigte Videos an von Gesprächen mit ihr, welche ich zusammen mit ihren Rekurspapieren an das zuständige Gericht schickte. In diesen Interviews konnte unweifelhaft bewiesen werden, dass meine Mutter nicht dement ist. Doch auch dieser Rekurs wurde eingereicht bei dem Gericht, das die Erwachsenenvertretung eingerichtet hatte.

Richter Wegleiter, dessen Entscheidung von einer höheren Instanz hätte geprüft werden sollen, bekam die Dokumente erneut auf seinen eigenen Schreibtisch. Er ließ sie liegen. Er änderte lediglich die Zuständigkeit der Erwachsenenvertretung.

Erneut wurde nicht ich als Vertreterin ernannt. Das Vertretungsnetz für Erwachsenenvertretung wurde nun gesetzlich bestellt. Meine Geschwister wurden abberufen. Ich hoffte auf Verstädnis und eine Rückkehr meiner Mutter nach Hause. Doch das Gegenteil trat ein. Meine Mutter wurde weiter entrechtet von einer für sie fremden Frau in Wild-West Manier, man kann sich so etwas heutzutage gar nicht mehr vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt.

Gewaltsam wird meine Mutter von ihrer fremden Erwachsenenvertreterin namens Gabriele Rothböck weiterhin festgehalten in dem Pflegeheim, in das sie von ihren Kindern verschleppt worden war – gegen ihre Interessen und gegen ihre Gesundheit.
Es gelang meiner Mutter zwar, Beschwerde einzulegen beim zuständigen Richter Wegleiter gegen ihre Unterbringung, denn sie will wieder nach Hause. Doch der Richter ignorierte ihre Beschwerde und verwies sie fernmündlich via Videokonferenz an ihre Erwachsenenvertreterin.

Seither bekommt meine Mutter gar keine Chance mehr, sich zu beschweren, worüber auch immer – das Sanatorium Liebhartstal, in dem sie hilflos eingesperrt ist, unterdrückt jede schriftliche Telekommunikation.
Die Erwachsenenvertreterin müsse erst zustimmen, wenn meine Mutter sich beschweren wolle über ihre Erwachsenenvertreterin, bestimmte man in diesem Sanatorium.

Das Sanatorium stellt für jeden Monat des Aufenthaltes meiner Mutter einen hohen vierstelligen Betrag in Rechnung. Die Erwachsenenertreterin bezahlt alles über das Pensionskonto meiner Mutter.

Demezber 2020. Anstelle den Wunsch meiner Mutter zu berücksichtigen, den Advent gemeinsam mit mir zu Hause u verbringen, hält sie Erwachsenenvertreterin Rothböck vom Netzwerk Erwachsenenvertretung gewaltsam fest in einem unpersönlichen Pflegeheim. Meine Mutter stürzte in ihrem Zimmer. Sie brach sich den Oberschenkelhals. Erneut musste sie operiert werden, in einem nahe gelegenen Krankenhaus unweit des Pflegeheims.

Nach ihrer OP hätte meine Mutter überstellt werden sollen in eine Privatklinik, zur Remobilisierung. Die Aufnahme wäre ärztlich unterstützt, alles würde von der Versicherung meiner Mutter bezahlt, ein Platz wäre frei.
Doch es war kurz vor Weihnachten. Das Büro des Netzwerk Erwachsenenvertretung war faktisch verweist. Die Vertretung von Frau Gabriele Rothböck hatte eine Vertretung. Niemand kümmerte sich. Meine Mutter wurde zurück transferiert ins Pflegeheim, statt zur ärztlich begleiteten Therapie gebracht zu werden. Im Heim wurde sie ins Bett gelegt. Da liegt sie noch heute.

Täglich wird meine Mutter im Pflegeheim als Medikamentenkippe missbraucht. Sie bekommt erneut schädigende Pillen verabreicht, die sie therapeutisch gar nicht braucht. Die Wirkstoffe bringen ihre Demenz voran und lähmen die Muskulatur, wodurch sie zum bettlägrigen, hilflosen Krüppel wird. Physikalische Therapie hingegen bekommt sie nicht.

Pharmaverbindungen eines Krankenhauses oder eines Pflegeheims müssen in Österreich nicht offen gelegt werden.

Der Anwalt Huber kümmerte sich um nichts mehr. Seinen Vorschuss hat er bis heute nicht abgerechnet.

Bevor meine Mutter nach Hause könne, müsse man erst ein „Pflegegutachten“ abwarten, hieß es seitens der Erwachsenenvertreterin Rothböck. Das Gutachten bezahlt sie vom Konto meiner Mutter. Ich versuchte, ihr klar zu machen, dass sie kein Pflegegutachten erstellen lassen kann, so lange die Behandlung meiner Mutter nicht abgeschlossen ist. Denn meine Mutter könnte ja wieder ganz gesund werden, würde sie in die passenden therapeutischen Hände kommen. Dann würde das Pflegegutachten ganz anders ausfallen. Doch meine Mutter bekommt keine Behandlungen, die sie gesund machen könnten. Sie sitzt fest in dem Pflegeheim, das sie medikamentös lahm und dement hält.

Man könnte einen Witz erzählen über österreichische JuristInnen. Er fängt so an: „Stehen drei JuristInnen bei einen sterbenden Menschen: ein Richter, ein Anwalt und eine Erwachsenenvertreterin.“

Es geht meiner Mutter in ihrem Sanatorium leider nicht gut. Sie weint am Telefon vor Schmerz. Immer wieder habe ich der Erwachsenenvertreterin dringend angeraten, meine Mutter zu überstellen in eines der besten Krankenhäuser von ganz Österreich, zur Schmerztherapie und zur Remobilisierung.

Leider reagierte die Erwachsenenvertreterin nicht auf meine Mahnungen. Sie hatte mit dem Leiter des Sanatoriums telefoniert und sich nach meiner Mutter erkundigt. Der Geschäftsführer dieses privaten Pflegeheims hatte der Erwachsenenvertreterin meiner Mutter „bestätigt, dass es seitens des Erwachsenenvertreters aktuell keinen akuten Handlungsbedarf gibt und das Wohl der Mutter nicht gefährdet scheint„, so schrieb es mir die Erwachsenenvertreterin per E-Mail.

Ich brachte meiner Mutter heilsame Mikronährstoffe in das Pflegeheim. Sobald sie sie einnehmen konnte, ging es ihr geistig gut und sie hatte genug Energie. Man merkte dann keinerlei dementielle Einschränkung mehr bei ihr.

Ich nahm mehrere Demenz-Tests auf Video auf, nachdem meine Mutter ihre Mikronährstoffe von mir bekommen hatte. Sie bestand die Tests ohne alle Einschränkungen. Die Videos bewiesen: Auch bettlägrig und körperlich schwach ist meine Mutter nicht dement, sofern sie passende Mikronährstoffe bekommt. Sie war völlig klar, emotional adäquat orientiert und entscheidungsfähig. Es war offensichtlich, dass meine Mutter alles versteht, was mit ihr geschieht, und dass sie ihre Lage einschätzen kann.

Diese Videos sandte ich als Download via Internet an alle Zuständigen: An die Erwachsenenvertreterin Rothböck, an den Richter Wegleiter, an den Gutachter Egger, den Anwalt Huber … kein einziges Mal wurden sie heruntergeladen, geschweige denn angesehen.

Ich kann die Videodatei nicht herunterladen entschuldigte sich die Erwachsenenvertreterin Rothböck am Telefon. Der Download sei blockiert. Sie könne das Video in ihrem Büro nicht anschauen. Ich schlug ihr vor, die Datei auf ihren privaten Laptop herunterzuladen. Sie lehnte ab, das sei nicht ihre Aufgabe.

Stattdessen begutachtete der Salzburger Psychiater Egger meine Mutter erneut. Er kam einen Tag, nachdem eine Covid-19 Impfung meine Mutter zusätzlich geschwächt hatte. Sie war müde und unkonzentriert. Gerne hätte ich Herrn Egger darauf aufmerksam gemacht, dass er den Geisteszustand meiner Mutter nicht einen Tag nach einer Impfung prüfen kann. Doch Herr Egger verweigerte das Gespräch mit mir. Eine E-Mail an ihn blieb unbeantwortet.

Kein einziges meiner E-Mails wurde je ernst genommen. Frau Gabriele Rothböck wollte mich beschwichtigen wegen des Gutachtertermins: Christoph Egger werde sicherlich die Imfpung und die Medikamente berücksichtigen bei seinem Gutachten, glaubte sie.

Ich appellierte an ihre Logik: Wie sollte ein Psychiater, der geistige Schwäche anhand von Punkteverfahrens im verbalen Test berechnet, eine Impfung einkalkulieren? Sollte er ein Handicap integral errechnen, aufgrund einer schnell erfundenen Formel für Covid-19 Impfsymptome?

Weder Richter Wegleiter, noch Gutachter Egger noch Anwalt Huber reagierten auf meine Hinweise eines erneuten invaliden Gutachtens. Alles blieb liegen. Meine Mutter blieb weiterhin eingesperrt in einer mafiösen Pflegeinstitution. Niemand half.

Alle Freunde schauten weg. Ich solle beten, riet mir ein alter Kamerad meiner Mutter, er empfahl mir der Erwerb einer Bibel. Er war selbst Jurist gewesen.

Österreich ist ein wahres Paradies für schlechte Ärzte. Wann immer ich versuchte, die Polizei oder andere Instutionen zu Hilfe zu rufen, bekam ich die gleiche Antwort: „Die Ärzte wissen, was sie tun“. Niemand wagte, die Allmacht eines österreichischen Arztes infrage zu stellen – in diesem Land kann man als Arzt mit einem Patienten alles anstellen, was man möchte. Niemand wird den Arzt daran hindern. Immerhin hat er ja den Eid des Hippokrates geleistet.

Es gibt eine Institution namens „Patientenanwaltschaft“. Sie ist im gleichen Verein organisiert wie das „Netzwerk Erwachsenenvertretung“. Die Patientenanwaltschaft kümmert sich erst, wenn ein Patient nach einer Behandlung bleibende Schäden durch die Behandlung erlitten hat. Doch so lange eine Behandlung noch im Gange ist, greift sie nicht ein – selbst dann nicht, wenn die Behandlung grundfalsch ist. Erst muss der Schaden eintreten, dann wird geholfen – oder auch nicht.

Auch die Staatsanwaltschaft fühlt sich nicht zuständig. Erst müsse meine Mutter sterben durch eine Fehlbehandlung, bevor man tätig werden könne, wurde mir freundlich ausgerichtet durch einen Salzburger Bezirksanwalt.

Wenn ich versuchte, Erwachsenenvertreterin Rothböck anzurufen, ließ sie sich zumeist verleugnen vom Vorzimmer des Vertretungsnetz Erwachsenenvertretung. Währenddessen gab sich mein behinderter Bruder weiterhin als Erwachsenenvertreter meiner Mutter aus. Mit seiner bereits entzogenen Berufungsurkunde erteilte er Ärzten und Pflegepersonal Anweisungen. Er verlangte, das Gespräch mit mir zu verweigern und mich nicht mit meiner Mutter sprechen zu lassen. Ich sei seit meinem dritten Lebensjahr schizophren und bipolar, erfand er fröhlich, und ich wolle meine Mutter umbringen. Eine Pflegeschwester piepte in das Telefon, als ich meine Mutter sprechen wollte.

Meine Mutter konnte an manchen Tagen sowieso kaum noch sprechen. Sie wurde in ihrem Pflegeheim vollgepumpt mit Medikamenten, welche Leber und Herz angreifen. Zusätzlich wurde sie medikamentös gelähmt durch Medikamente, die zum Herzstillstand führen können. Sie machen die Zunge schwer.

Ebendiese Erwachsenenvertretung, die das österreichische Gesetz eingerichtet hat zum Schutz von Betroffenen, führt zu zu ihrer Vernichtung.

Seitenweise schrieb ich E-Mails an Frau Gabriele Rothböck. Ich erklärte ihr die Symptome meiner Mutter. Ich schrieb ihr, was sie braucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Ich stellte den Kontakt her zum modernsten und besten privaten Krankenhaus Österreichs, um meiner Mutter Remobiliserung und Schmerztherapie zu ermöglichen. Frau Rothböck organisierte nichts. „Ich handle zum Wohl der Betroffenen“ sagte sie mir.

Ich nahm Videobotschaften auf von meiner Mutter: In mehreren Appellen an drei aufeinanderfolgenden Tagen bat sie ihre Erwachsenenvertreterin Rothböck, sie zu überstellen in ebendiese Priatklinik. Ich schickte die Videos online. Niemand sah sie an.

Meine Mutter rief Frau Rothböck an. Sie wollte gerne verlegt werden, sagte sie ihr persönlich. „Ich mache, was Sie wollen“ versprach Frau Rothböck und redete ihr die Verlegung aus. Meine Mutter dachte über deren Argumente nach. Eine halbe Stunde später rief sie erneut an. Sie wolle gerne verlegt werden, bekräftigte sie. Frau Rothböck lullte sie ein: Sie solle noch eine Woche lang warten. Meine Mutter rief erneut an. Frau Rothböck sei bei einem Auswärtstermin, sagte die Vorzimmerdame. Der darauffolgende Tag war Freitag. Frau Rothböck sei in einem Gespräch. Meine Mutter bat um Rückruf. Er kam nicht. Es ist ja jetzt Wochenende, beschwichtigte mich meine Mutter.

Für jeden Tag, den Sie meine Mutter an diesem Ort leiden lassen, sollen Sie eine Million Jahre lang in der Hölle schmoren, schrieb ich per Mail an diese Person.

Ich rief an beim Netzwerk Erwachsenenvertretung. Ob ich eine Beratung wolle, fragte man mich. Frau Schüttelkopf sei dafür zuständig.
Ich ließ mich verbinden. In ein laufendes Verfahren könne sie nicht eingreifen, bedauerte Frau Schüttelkopf.
Ich müsse mit dem zuständigen Richter Wegleiter sprechen. Warum sie denn damals, als die Erwachsenenvertretung von ihr geprüft worden war, keines meiner Argumente berücksichtigt hatte, wollte ich gerne von Frau Schüttelkopf wissen. Für so ein Gespräch habe sie keine Zeit, blaffte die Dame und legte unverzüglich den Hörer auf.

Ich fuhr nach Salzburg. Bat um einen Termin bei Frau Rothböck für ein persönliches Gespräch. Sie sei nicht da, es sei ja Montag, sagte man mir im Vorzimmer. Die Videobotschaften meiner Mutter gab ich persönlich ab an der Türe des Vereins, in einem verschlossenen Umschlag auf USB Stick. Nie wurde ich zurück gerufen, nie wurde mir ein Termin angeboten.

Die Salzburger Neurologin Ulrike Günther wurde mir empfohlen zur Erstellung eines Privatgutachtens. Sie war gerichtlich beeidete Sachverständige, schnell gab sie mir einen Besprechungstermin. Kurz warf sie einen Blick auf das Gutachten ihres Kollegen Egger. Es sei nicht zu beanstanden, glaubte sie. Welche Medikamente meine Mutter denn bekommen habe, die ihre Demenz ausgelöst hätten, fragte sie zweifelnd. Ich nannte Digitoxin zusammen mit Betablockern, Antibiotika, Gerinnungshemmern und Opioiden.

Digitoxin würde keine der von mir geschildetern Symptome auslösen, wie Verwirrung, Aphasien oder Orientierungslosigkeit, glaubte Frau Günther. Das betreffende Krankenhaus sei hochrangig und anerkannt, von deren Medikation könne meine Mutter nicht dement sein.

Alle genannten Symptome waren bekannte Nebenwirkungen von Digitoxin, abgedruck im offiziellen Beipackzettel. Neurologin Günther verabschiedete mich schnell. Sie werde mir unser Gespräch nicht in Rechnung stellen, versprach sie huldvoll. So war Salzburg.

Frau Gabriele Rothböck wurde am darauffolgenden Dienstag von meiner Mutter angerufen. Endlich wollte sie überstellt werden in die Privatklinik zur Remobilisierung. Frau Rothböck redete es ihr aus. Meine Mutter dachte nach und rief erneut an. Frau Rothböck sei nicht mehr im Haus, sie werde erst am Donnerstag wieder da sein, wurde vom Vorzimmer ausgerichtet. Am Donnerstag vormittag rief meine Mutter an beim Netzwerk Erwachsenenvertretung. Frau Rothböck sei beschäftigt, sagte man ihr. Sie werde zurück rufen. Gabriele Rothböck rief nicht zurück. Erneut rief meine Mutter am darauffolgenden Nachmittag an. Frau Rothböck sei nicht mehr im Haus, hieß es.

Seit der Entlassung meiner Mutter aus dem Krankenhaus nach ihrer Hüft-OP waren nun bereits drei Wochen vergangen. Drei Wochen lang hatte meine Mutter weitestgehend bewegungslos im Bett eines schlechten Pflegeheimes medikamentös gelähmt gelitten. Drei Wochen hatte sie gewartet, die Feiertage mögen vorüber gehen, damit Frau Rothböck ihre Überstellung zur Remobilisierung und Schmerztherapie organisieren würde. Doch es passierte rein gar nichts.
Ich schrieb eine weitere E-Mail an Frau Rothböck:
Wer profitiert, wenn Sie meiner Mutter beste ärztliche Betreuung in einem der besten Krankenhäuser Österreichs verweigern? Wem tun Sie hier einen Gefallen?
Nie kam eine Antwort.

Der Anwalt meiner Mutter, RA Mag. Ing. Peter Huber, reagierte nicht auf meine Anrufe. Ich hinterließ ihm mehrere Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Er rief nie zurück.

Januar 2021. Ich schreibe einen weiteren Rekurs gegen die Entscheidungen des Richters Thomas Wegleiter vom Bezirksgericht Salzburg. Seit über einem halben Jahr wird meine Mutter weggesperrt in klinischen Institutionen, therapeutisch vernachlässigt und medikamentös falsch behandelt. Begutachtet von inkompetenten angeblichen Experten, ausgebeutet von privaten Pflegeeinrichtungen. Niemand half ihr, ihr gestohlenes Eigentum wieder zu erlangen. Niemand reichte jemals Klage ein wegen ärztlicher Fehlbehandlung. Nichts von alledem, was ich jemals versuchte, konnte sie befreien aus dieser schrecklichen Notlage namens Erwachsenenvertretung.

Österreich ist kein Land, in dem man alt und hilflos werden möchte. Es ist eine korrupte, versippte Landschaft von Netzwerken mit mafiösem Charakter. Die Akteure reichen sich gegenseitig die Hände zum Wohle ihres eigenen Geschicks. Es ist eine abscheuliche Gesellschaft, verlogen und patriarchal dominiert. Gesundheit steht nicht in Verbindung mit Können oder Wissenschaft. Vielmehr wird individuelles Wohlergehen korrumpiert von unkontrollierter Überheblichkeit und immer wieder Geld.

Ich möchte keine Österreicherin mehr sein. Ich schäme mich dafür. Meine Staatsbürgerschaft durch Geburt klebt an mir wie alter, ausgelutschter Kaugummi. Nie habe ich diese Altlast qälender empfunden als in dem Jahr, als meine Mutter eine Erwachsenenvertretung bekam.

Beteiligen Sie sich an der Diskussion!

Chromosome

Schlagwörter