Chromosome – Inhalt und Autorin

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„Ihre Erkrankung ist genetisch bedingt!“ Haben Sie diesen Satz schon einmal gehört? Sie leiden an Haarausfall, Depressionen, Krampfadern. An Neurodermitis, schlechten Zähnen, Bluthochdruck oder einem Tumor. Ihre Ärztin oder ihr Therapeut haben dazu eine Idee: Sie haben Ihre Erkrankung vererbt bekommen. Finden Sie sich damit ab! Gegen Ihre Symptome werden Ihnen aufwändige Therapien verordnet, teure Medikamente oder umfangreiche Kuren.

Vielleicht hat Ihr „genetisches Schicksal“ ganz andere Ursachen?

Kürzlich habe ich eine Freundin gefragt, ob sie jemals Zink im Blut überprüfen ließ. Sie hat sehr feine, fedrige Haare. „Schon mein Opa hatte so dünne Haare“ erwiderte sie gottergeben. Hatte ihr Großvater etwa Zinkmangel? Meiner Freundin ist noch nie aufgefallen, wie viel Zucker sie täglich konsumiert. Der Zweite Weltkrieg hat das Essverhalten von Generation aus dem Gleichgewicht gebracht. Wir essen viel mehr Süßigkeiten als noch vor hundert Jahren. Überschüssige Glukose stört unseren Stoffwechsel. Es wird vermehrt Zink über Urin und Stuhl ausgeschieden. Ist diese dünne Haarpracht ein Wohlstandsproblem?

Lebensweise und Ernährungsgewohnheiten sind kulturell bedingt. Sie liegen nicht in den Genen. Vielmehr sind überlieferte Verhaltensweisen ein Lernprozess. Ist nicht die (verdeckte) Störung unserer genetischen Anlagen einem Verlassen der natürlichen Lebensweise geschuldet?

Als bei mir durch eine neue Hausärztin erhöhter Blutdruck festgestellt wurde, bat ich sie darum, Vitamin B6 zu verschreiben. Ich weiß aus Erfahrung, dass B6 Mangel bei mir zu Bluthochdruck führt. Ich leide an einer häufigen, wenngleich wenig bekannten Zivilisationskrankheit. Aufgrund erhöhter Schadstoffbelastungen infolge urbaner Lebensweise verbraucht mein Körper seine B6 Vorräte zur Entgiftung des Körpers.

Meine Ärztin gab mir kein Rezept. Vorher müsse sie Blut abnehmen, drohte sie. Das hielt sie aber für sinnlos. Denn Bluthochdruck sei genetisch bedingt, war sie überzeugt. Sie wollte stattdessen ein Medikament gegen Hypertonie verschreiben. Dies müsse ich lebenslang nehmen, mahnte sie. Ansonsten würden schlimme Krankheiten drohen. Ich lehnte das Medikament ab. Stattdessen kaufte ich ein hochwertiges Vitamin B Präparat in der Apotheke. Eine Woche später war mein Blutdruck wieder lehrbuchreif normal.

Niemals wieder werde ich der Diagnose von ÄrztInnen vertrauen, die Beschwerden als „eindeutig genetisch“ oder „eindeutig psychisch“ bezeichnen. Das sagen Ärzte immer, wenn sie nicht wissen, woher eine Erkrankung stammt.

Trotz meiner Skepsis gegenüber schulmedizinisch ausgebildeten Fachkräften suche ich nach wie vor Ärzte auf gegen Beschwerden. Jede Person kennt neue, interessante Details. Keine noch so versierte Kraft weiß alles. Alle Medizinerinnen und Mediziner sind in der einen oder anderen Hinsicht von überholtem Unsinn überzeugt. Doch sind sie mein Zugang zu Krankenversicherungsleistungen. Ich versuche also, neueste Forschung und umfassende Recherche mit schulmedizinischem Wissen durch Gespräche und Rückfragen in Einklang zu bringen.

Ich bin ich überzeugt, dass gesunde Lebensweise nicht nur präventiv zu verstehen ist. Oft kann eine schwere Erkrankung durch eine simple Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kuriert werden. Manche Menschen sind beispielsweise allergisch auf Grundnahrungsmittel. Die Allergie zeigt sich jedoch nicht immer durch typische allergische Beschwerden – wie Triefnase oder rote Augen. Wenn eine Allergie nie diagnostiziert wurde, die Menschen aber weiterhin das Allergen täglich zu sich nehmen, kann das Symptome hervorrufen, die zur Arbeitsunfähigkeit führen. In so einem Fall braucht man keine Medikamente und keine teuren Therapien. Man muss einfach nur das Allergen aus seiner Ernährung streichen. Doch zuvor muss man es finden.

Es ist gar nicht so einfach, auf fachkundige Allergologen zu treffen, die „eindeutig psychische“ oder „eindeutig genetische“ Erkrankungen als eine Allergie identifizieren. Wie Detektive müssten sie nach allergischen Triggern suchen. Wer macht das schon?

Ich selbst wurde erst auf eine Milcheinweiß-Allergie getestet, nachdem ich durch den Verzicht auf Milchprodukte deutlich gesünder geworden war. Ich habe so einen Test also ausdrücklich verlangt. Zuvor wurden  meine allergischen Symptome jedoch jahrelang fehldiagnostiziert. Was musste ich mir nicht alles anhören … ich kenne die ICD-10, die Internationale Klassifikation der Krankheiten, schon fast auswendig.

Nicht selten werde ich beschimpft. „Internetwissen“ wird mir vorgeworfen, „gefährliche Halbweisheiten“ werden mit erhobenem Zeigefinger kritisiert und „unwissenschaftlicher Unsinn“ wird heraufbeschworen. Doch ich kurierte ich an mir selbst schwere Krankheitssymptome und Schmerzen einfach nur durch Weglassen. Ich  lernte jüngste ernährungswissenschaftliche Theorien. Recherche half mir weiter, sowie zahlreiche Selbstversuche mit Naturheilmitteln. Heute bin ich gesund wie ein Fisch in sauberen Quellwasser. Auch meine Familie und meine Freunde werden zunehmend gesünder. Ich vertraue bei meinen Experimenten auf zeitgenössisch nachhaltige Lebensweise. Individuell kuratierte Ernährung ist der Schlüssel zu bester Energieversorgung aller Körperzellen. Gezielte Nahrungsergänzung unterstützt die biochemischen Prozesse im Körper. Ein guter Anteil Biohacking bereichert meine Ideen.

Unsere über Jahrmillionen gewachsenen Chromosomen sind nicht nur durch Zufall entstanden. Sie sind Wunderwerke an Komplexität und Harmonie. Durch denaturierte Lebensweise wird ihre Funktionalität aus dem Gleichgewicht gebracht. Bewusstes Hinterfragen unserer eigenen genetischen Prägung ermöglicht individuell gestaltete Gesundheit. Wenn wir dem natürlichen Design unserer Chromosomen folgen, können wir Krankheiten kurieren, Emotionen stabilisieren, das Leben verlängern und unser Potenzial zur vollen Blüte bringen.

Von ursprünglicher, natürlicher Ernährung in unterschiedlichen Kulturen handelt dieser Blog. Ich experimentiere gerne mit Hagebutten, Bakterien und Rohmilchbutter. CBD begeistert mich, MCT sind mein täglicher Treibstoff. Keinesfalls bin ich therapeutisch tätig. Ich schreibe für Sie in der Rolle einer Autorin, die ihre Erfahrungen mit Ihnen teilt – als Inspiration für Ihre beste Gesundheit.