Milch ohne Tierquälerei

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Vegetarier, werdet erwachsen!

Vegetarier! Ich kann Euch gut verstehen. Kein Lebewesen soll leiden für euer Essen. Kann ich nachvollziehen. Geht mir ähnlich. Dann seid aber auch ehrlich zu euch selbst und eurer Umwelt.

Ich bin wütend. Ich bin wütend auf Heuchler, auf Nichtstuer und Augenverschließer. Ich bin wütend auf Menschen, die mich grundlos verachten. So manche Vegetarier sehen auf mich herab, weil ich Fleisch esse. Sie verzichten auf Fleisch in der Überzeugung ein besserer Mensch zu sein. Dann werden aber Milchprodukte, Eier und Thunfisch aus Dosen selbstverständlich konsumiert. Bitte seien Sie Vegetarier, wenn Sie Fleisch nicht gut vertragen. Oder wenn Fleisch Ihnen nicht schmeckt. Aber seien Sie nicht Vegetarier, um Tierleid zu vermeiden. Die Schmerzen, die Sie durch den Kauf von Milchprodukten verursachen, sind für Lebewesen schlimmer als Tod!

Sobald Sie Milchprodukte kaufen töten Sie Kälbchen. Jeder Liter Milch, den Sie trinken, kommt von einer traurigen Mutter. Milchkühe werden künstlich befruchtet. Mit Sperma aus dem Katalog. Nach der Geburt wird der Mutterkuh das Kälbchen weggenommen. Es wird bestenfalls in den Abfall geworfen. Schlimmstenfalls wird das Kälbchen unter furchtbaren Umständen eingepfercht in stinkenden Ställen ein paar Monate mit künstlicher Antibiotika-Milch gepäppelt, um als Kalbfleisch am Dönerspieß zu enden.

Ich, die ich Kalbfleisch esse, ermögliche einem Kälbchen ein etwas längeres Leben. Denn gäbe es Menschen wie mich nicht, Neugeborene Kälbchen von Milchkühen, die sich nicht zur Aufzucht eignen, würden im Müll enden. Bullenkälber beispielsweise. Sie können nicht die Nachfolge von verbrauchten Milchkühen antreten.

Anlass für meine Wut sind Gespräche, die ich mit Freunden geführt habe. Stadtmenschen ist das Problem nicht klar. Sie wuchsen auf in einem Umfeld, aus dem der Tod verdrängt worden ist. Natürliches Zusammenleben von Menschen und Tieren kennen sie nicht. Dünger soll ohne Dung sein und Milch kommt aus dem Päckchen.

Sebastian zum Beispiel. Seine Ausstrahlung ist sanft wie Grießbrei. Aufgewachsen ist er in Berlin. Hühnersuppe gegen Erkältung will er nicht trinken, denn er ist Vegetarier. Er möchte keinem Tier das Leben nehmen. Milchprodukte konsumiert er aber schon. Die will er sich auf keinen Fall wegnehmen lassen.

Sebastian, was ist mit den Kälbchen? Ja, was ist mit den Kälbchen?

Kälbchen sterben nicht für seine Milch, glaubt er, sondern für mein Fleisch.

Oder meine Freundin Uschi. Sie kennt die Welt, sie kennt das Land. Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, findet sie. Doch auch sie als Vegetarierin ist überzeugt, Kälbchen würden länger leben, würde es keine Fleischesser geben.

Wie kommst du auf die Idee, Uschi? Das Fleisch des jährlich anwachsenden Kälbchenbergs von vergewaltigten Milchkühen muss irgendwie verbraucht werden! Was soll man in Deutschland denn mit vier Millionen Rindern pro Jahr anfangen? Würde es nicht die vielen Dönerspieße geben, deine Kälbchen würden nach der Geburt zu Mehl verarbeitet! So wie Bruderküken … du weißt schon.

Mein Freund Roland war erschüttert. Er will kein Fleisch von jungen Tieren essen. Sie sollen wenigstens die Kindheit erleben dürfen, findet er. „Wenn du Milch trinkst, tötest du Kälbchen.“ Ich wunderte mich über sein Entsetzen. Er wollte es nicht wahrhaben! Diese Schuld wollte er nicht auf seine Schultern laden.

Roland: NEIN! Ich töte keine Kälbchen, wenn ich eine Flasche Milch kaufe! Ich gehe in den Supermarkt und kaufe eine Flasche Milch. Nirgends steht, dass dafür ein Kälbchen sterben muss!

Ich: Es IST aber so!

Roland: NEIN! Das darf nicht so sein! Die Kälbchen müssen von der Kuh aufgezogen werden!!

Ich: Sag das den Milchproduzenten! Milchkühe werden überzüchtet, damit sie viel Milch geben. Kälbchen, die Muttermilch trinken, verbrauchen zu viel von ihrem Produkt. Das ist nicht im Interesse der Milchindustrie.

Roland: Sollen sich die Politiker um die Scheisse kümmern. Wieso ist das meine Aufgabe?

Ich: Wählst du die Tierschutzpartei?

Roland: Die sitzen nicht im Parlament.

Ich: Kauf den Milchindustrie-Müll nicht mehr! So übst du Macht auf den Markt aus.

Roland: Ich habe gar keine Macht.

Ich: Sag es weiter. Erzähl es deinen Mitmenschen. Kauf frische Milch bei Bauern, die muttergebunde Kälberaufzucht betreiben!

Roland: Wie soll ich die finden? Ich habe keine Zeit. Ich arbeite den ganzen Tag!

Ich: Deine Bioladen-Kundenkarte hilft dir da gar nichts. Kauf keine Milchprodukte im Supermarkt! Pasteurisierte und homogenisierte Milch ist eh ungesund. Oder sei dir bewusst, dass dafür Kälbchen sterben.

Roland (empört): Die sollen Bilder von toten Kälbchen auf die Milchflaschen drucken!!

Anna hatte in einem Fernsehbericht eine Dokumentation über Produzenten für Stutenmilch gesehen. Ganz aufgebracht war sie. „Den ganzen Tag sind die Stuten eingesperrt! Nach der Geburt nimmt man ihnen die Fohlen weg!“ Niemals würde sie so eine Milch kaufen, schimpft sie. Grimmig schüttet sie einen großen Schluck Kuhmilch aus dem Päckchen in ihren Kaffee.

Ich möchte meinen Freunden gerne helfen, gute Milchprodukte zu kaufen. Von glücklichen Mutterkühen mit gesundem Nachwuchs. Wo findet man so etwas?

Nicht einmal die Demeter zertifizierten Biobauern auf dem Ökomarkt betreiben muttergebundene Kälbchenaufzucht. Die Kälber bekommen die Biestmilch der Mutter fünf Tage lang. Danach werden sie getrennt von der Mutter mit der Flasche aufgezogen.

Kennen Sie regionale Bauern, die Kälbchen artgerecht mit Muttermilch aufwachsen lassen? Vielleicht können Sie mit guten Tipps helfen?

Oder noch besser: Wollen Sie nicht ein Startup gründen? Für Milchprodukte ohne Tierleid! Das wäre doch etwas!

Sagen Sie Bescheid, wenn Sie soweit sind. Ein Artikel auf meinem Blog ist Ihnen sicher!

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