Das Sanatorium Liebhartstal als Pflege-Gruft

Sanatorium Liebhartstal - kein Ausweg
Kurzversion:

Es begab sich 2020, im Covid-19 Jahr. Monate lang hatte meine Mutter nach einer Operation im Krankenhaus gelitten. Endlich kam sie nach Hause. Doch dort blieb sie nicht. Zwangsweise wurde sie überstellt in das Wiener Pflegeheim Sanatorium Liebhartstal. Was dort geschah, ist unvorstellbar.

Bewertung

Haus der Pflege? Ich bewerte das Sanatorium Liebhartstal als „Haus des Horrors“. Ein privates Pflegeheim und Krankenhaus, als Gesellschaft kommerziell geleitet.
Gewinne kommen der Familie Formanek zugute. Sämtliche Schlüsselpositionen dieses Hauses sind besetzt von Mitgliedern ein- und desselben Clans: Ärztliche Leitung, Geschäftsführung und Verwaltung werden bestimmt von Formanek Dieter, Herwig und Wolf.
Kritik wird umgehend zensuriert, ob am Haus, seiner Führung oder an ärztlichen Entscheidungen. Die Angebote des Hauses für rehabilitative Therapien sind limitiert.
Äußert man als Angehörige eigenständige Worte, bekommt man umgehend Hausverbot. So ist es mir widerfahren.
Lesen Sie in den folgenden Kapiteln, was meiner Mutter und mir im Sanatorium Liebhartstal alles passierte.

Angebot

Auf der Website des Sanatorium Liebhartstal wird geworben mit Begriffen wie „modernste Therapie“ und „familiäre Atmosphäre“. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Das Sanatorium Liebhartstal ist ausgestattet wie ein Krankenhaus, mit Pflegebetten, Rollwägen und kleinen Tischen. Es wirkt unpersönlich, privat ist hier nur das Einkommen der Gesellschafter.
Die vielgepriesene „modernste Therapie“ bestand darin, meine Mutter ans Bett zu fesseln mit schädlichen Medikamenten. Modern ist nur, dass es viel zu wenig Personal gibt.

Während meine Mutter durch Nebenwirkungen von therapeutisch überflüssigen Pharmazeutika immer kränker wurde, bekam sie im Sanatorium Liebhartstal physiotherapeutisch faktisch keine Unterstützung. Abgesehen von ein paar kläglichen Versuchen durch Pfleger, sie nach einer Hüftoperation zum Aufstehen zu bewegen, wurde sie kaum bewegt.
Ein sogenannter „Physiotherapeut“ ging an manchen Tagen mit dem Rollator spazieren mit meiner Mutter oder machte „Gymnastik“ mit ihr im Bett liegend. Darüber hinaus gab es keine Therapien, weder Osteopathie gegen Schmerzen noch Ultraschall zur besseren Wundheilung oder echte Physiotherapie zur Remobilisierung.

Soziale Isolation

Meine Mutter lag in einem Pflegebett aus Plastik, ohne private Fläche oder Ablage, welche zuverlässig von ihr hätte erreicht werden können. Hinter ihrem Kopfteil befand sich eine Steckdose. Sie konnte die Dose nicht erreichen, denn sie konnte sich kaum umdrehen. Durch Nebenwirkungen auf den Calciumantagonisen Amlodipin litt meine Mutter medikamentös an Muskelschwäche.

An dieser Steckdose baumelte das Ladegerät ihres Mobiltelefons. Wenn meine Mutter rechtzeitig daran dachte, bat sie Pflegepersonal, ihr das Handy anzustecken und aufzuladen. Doch manchmal vergaß sie darauf.
Wollte sie das Handy dann selbst anstecken, oder dies zumindest versuchen, fand sie das Ladegerät zumeist gar nicht. Denn das Pflegepersonal zog ihr Ladegerät immerfort aus dieser Dose. Sie rollten das Kabel auf und legten es auf einen Tisch, ein stückweit neben ihrem Bett, welcher für meine schwache Mutter unerreichbar war.

Als ich meine Mutter eines Morgens anrief, um ihr guten Tag zu wünschen, ging ihr Akku aus. Auch nach dem Mittagessen war ihr Telefon noch abgeschaltet. Meine Mutter erwartete einen Anruf von ihrer Erwachsenenvertreterin. So konnte diese sie nicht erreichen.

Ich rief an in der Rezeption des Sanatoriums. Ein Praktikant hob ab.
Man möge meiner Mutter dabei helfen, ihr Handy aufzuladen, bat ich. Er werde sich gleich darum kümmern, und meiner Mutter das Handy einschalten, versprach er.
Um siebzehn Uhr, kurz vor Rezeptionsschluss, rief ich noch einmal an. Eine Rezeptionistin versprach, sie werde nach dem Handy sehen.
Um sieben Uhr Abends war das Handy meiner Mutter immer noch nicht erreichbar. Ich rief erneut an. Der Herr Primar Dieter Formanek persönlich war am Apparat. Er werde einem Pfleger Bescheid sagen.

Um acht Uhr war das Handy aus. Ich wollte meiner Mama einen Gutenachtkuss schicken. Deshalb rief ich erneut an unter der allgemeinen Nummer.
Rufen Sie nicht mehr an blaffte Primar Formanek und legte auf. Ich rief erneut an. Machen Sie keinen Terror musste ich mir anhören.
Sonst zeige ich Sie an bei der Polizei.

Ich rief erneut an. Die Warteschleife lief bis halb neun. War meine Mutter so stark sediert medikamentös, dass sie nicht ansprechbar war? Wollte man verschleiern, wie schlecht es ihr ging?
Das Handy von meiner Mutter war immer noch aus. Ich rief noch einmal an.
Die Warteschleife dudelte weitere fünfzehn Minuten. Ich versuchte es erneut bei meiner Mutter, das Handy war aus. Ich rief noch einmal an unter der allgemeinen Nummer. Die Warteschleife nach Wiener Walzer Art kracht vor sich hin, während ich diesen Beitrag tippe.
Es ist mittlerweile viertel nach neun.
Lebt meine Mama überhaupt noch?

Festnetztelefone für Patienten gibt es kaum im Sanatorium Liebhartstal. Nur wenige Zimmer haben einen Anschluss. Das Zimmer meiner Mutter hatte keinen. Ohne ihr Mobiltelefon war sie abgeschnitten von der Welt, eingekerkert wie in einem Gefängnis – nur schlimmer, denn in einem Gefängnis kann man zumindest hin und wieder an die frische Luft.

Vitaminverbot

Vor meinem ersten Besuch zu strikt limitierten Öffnungszeiten musste ich ein aberwitziges Gespräch führen: Der Primarius des Sanatorium Liebhartstal, Dieter Formanek, nahm mich ins Gebet. Nahrungsergänzungsmittel sind unerwünscht, mahnte er. Man wolle Chaos vermeiden. Sicherlich würden immer wieder Mittelchen auftauchen auf dem einen oder anderen Nachttisch, von Angehörigen. Doch seitens der Ärzte würden nur Medikamente verordnet und „normales“ Essen.
Gerne hätte mich über schulmedizinisch anerkannte Vitamine und heilsame Mikronährstoffe unterhalten. Doch im Sanatorium Liebhartstal war jeder Versuch einer Diskussion zwecklos. Ich saß einem althergebrachten Pharma-Fanatiker gegenüber. So jemanden überzeugt man nicht – in meinem eigenen Leben ignoriere ich solche Leute.

Vernachlässigung

Tests von allfälligen Mängeln oder Belastungen wurden im Sanatorium Liebhartstal keine durchgeführt. Nicht einmal Vitamin D Mangel wurde geprüft. Meine Mutter bekam gar keine Vitamine. Sie bekam stattdessen billige nichtbio Menüs aus einer Großküche und – wie angedroht – Medikamente.
Infolge war Mama ständig müde. Den vielbeworbenen Garten des Sanatorium Liebhartstal suchte meine Mutter so gut wie auf. Unterbrochen waren ihre Aufenthalte im Bett oder an ihrem Tisch sitzend nur von selbstständigem kurzem Auf- und Abgehen auf dem Flur.

Schlechtes Essen

Die Menüs im Sanatorium Liebhartstal klangen verbal ganz gut, doch sie bestanden aus billigsten Zutaten – meine Mutter bekam beispielsweise mehrmals pro Woche schlecht riechendes Hühnerfleisch serviert.
Bei einem meiner Besuche stand ihr Mittagessen noch vor ihr auf dem Klapptisch des Nachttisches: Gegrilltes Huhn mit Erbsenreis. Sie hatte kaum einen Bissen angerührt. Magst du was von meinem Essen? Ich habe keinen Hunger.
Das Fleisch stank ekelhaft nach Fischmehl. Nein danke, liebe Mama, ich habe aiuch keinen Hunger. Sie fand das schade, Essen wegwerfen war nicht ihr Stil. Komm, iss ein bisschen, ist doch schade drum, bat sie. NEIN! Angewidert trug ich das Tablett mit dem stinkenden Huhn aus dem Zimmer und stellte es auf eine Ablage.

Vergebliche Liebesmüh

Im Laufe der Wochen erreichte ich eine günstige Ernährungsumstellung: Ich schickte der Sanatoriumsküche angekeimte Bio Haferflocken und Nüsse. Dazu Bio Joghurt, ungezuckertes Apfelmus und frisches Obst. Fortan bekam meine Mutter glutenfreies Müsli zum Frühstück anstelle von Weißmehl-Marmeladesemmeln.
Täglich rief ich meine Mutter an gegen Mittag, um sie an die frische Petersilie zu erinnern, die sie in die Suppe zupfen sollte. Denn ich hatte ihr Kräutertöpfe bestellt. Zudem schaffte ich es, weitestgehend glutenfreie und zuckerfreie Menüs für meine Mutter durchzusetzen.
Meine Mutter reagiert intolerant auf Gluten, sie bekommt davon neurolgische Aussetzer. Auch Zucker verträgt sie nicht sehr gut. Ich nannte den Ärzten die krankmachenden Effekte von Gluten und Zucker bei meiner Mutter. Sie reagierten nicht, meine Mutter bekam weiterhin glutenhältiges Essen. Ich schrieb ihnen die Tests auf, die sie durchführen lassen könnten, um die Gutenintoleranz ärztlich nachzuweisen. Doch nichts geschah.

Meine Mutter aß billigen Kuchen und trockenes Wiener Schnitzel. Woche für Woche ging ich mit ihr telefonisch durch den Speiseplan. Ich sagte ihr, welche Gerichte sie ankreuzen solle, und welche sie lieber vermeiden sollte. Sogar rohes Bio Sauerkraut schickte ich ins Sanatorium. Meine Mutter bekam davon ein Schüsselchen als Beilage zu herzhaften Speisen serviert.

Doch gegen die Übermacht der Sanatorium-Menüs auf dem jeweiligen Teller des Tages hatte ich keine Chance. Iss die Nudeln nicht, Mama, die sind nicht gut für dich! Lass das Bisquit stehen, im Kühlschrank hast du Smoothies … Hoffnungslos. Mama aß, was auf den Teller kam, bis zur geistigen Umnachtung.

Kontrolle statt Kuscheln

Fünfmal am Tag rief ich meine Mutter an. Ich plauderte mit ihr über das Wetter. Sie wollte gerne wissen, was ich zu Mittag esse, ob ich warm angezogen bin und was mein Freund gerade macht.
Ich wiederum sagte ihr am Telefon, was sie tun könne, um stärker zu werden. Langsam ging es ihr besser. Meine Mutter spazierte nun manchmal ein wenig herum, auch ohne Begleitung eines Pflegers. Ich schickte ihr ein hochwertiges Magnesium-Präparat, zur Unterstützung der mitochondrialen Funktion gegen Schwäche. Die Schachtel wurde abgefangen an der Rezeption vom Sanatorium Liebhartstal.
Nun musste ich mit einem neuen Arzt streiten. Dieser wollte gar kein Magnesium erlauben, davon könnte meine Mutter ja Durchfall bekommen. Doch schließlich gestattete er die Einnahme. Er gab die Schachel einem Pfleger. Der Pfleger legte sie ins Dienstzimmer. Ich rief meine Mutter an, sie fragte den Pfleger danach, endlich brachte er ihr das Magnesium. Sie nahm täglich eine Brausetablette in Wasser.

Auch Vitamin D schickte ich ihr. Per Post, in einem unschuldigen Päckchen. Ich errechnete ihren Mangel basierend auf ihrer vormaligen monatelangen Unterbringung in Krankenhäusern oder anderen Institutionen. Daraus entwickelte ich ihre persönliche Vitamin D Dosis: 25 000 Einheiten pro Woche.
Jede Einnahme teilte ich meiner Mutter telefonisch mit. Einfach war das nicht. Denn oft war sie zu müde, um den Aufbewahrungsort der Vitamin D Schachtel aufzusuchen. Manchmal dauerte es mehrere Tage, bis sie eine Dosis Vitamin D geschluckt hatte.

Ärztliche Fahrlässigkeit

Wochenlang begleitete ich Ernährung, Vitamine und Bewegung meiner Mutter telefonisch, so gut ich es vermochte. Ihr Blutdruck normalisierte sich. Als sie eines Tages nach dem Aufwachen vor Medikamenteneinnahme den Wert 130 : 70 feststellte, informierte ich das Ärzteteam des Sanatorium Liebhartstal. Ich schrieb eine E-Mail: Die gesunde Ernährungsumstellung meiner Mutter normalisiert ihren Blutdruck. Man müsse darauf reagieren mit Prüfung der täglichen Dosis Betablocker. Man solle einen Blutdruckpass anlegen und täglich messen, riet ich. Doch nichts geschah. Der Blutdruck meiner Mutter wurde nur kontrolliert, wenn sie dies ausdrücklich verlangte von der Pflegeschwester.

Meine Mutter bekam täglich zur Blutdruckregulation Concor 5 mg verabreicht, in einer kleinen Plastiktüte auf dem Frühstückstablett. Dazu Gerinnungshemmer, beides vom Pharmakonzern Merck.
Leider kam keine Antwort auf meine E-Mail. Die Betablocker Dosis blieb unverändert. Niemand bemerkte, wie sich der Blutdruck meiner Mutter stets besserte. Ich schrieb eine weitere E-Mail. Die Dosis blieb gleich. Der Blutdruck meiner Mutter sank weiter. Als sie eine Woche später nach dem Aufwachen vor Medikamenteneinnahme die gesunden Blutdruckwerte 120 : 80 bemerkte, schrieb ich eine weitere dringende E-Mail. Man müsse die Dosis Concor unbedingt anpassen, mahnte ich. Ich rief an im Sanatorium Liebhartstal. Wollte mit dem Arzt sprechen. Der habe keine Zeit, richtete man mir aus. Ich hinterließ eine Nachricht:
Es wird gefährlich, ließ ich ausrichten. Ich will nicht, dass meine Mutter umkippt. Niemand reagierte.

Meine Mutter drückte den Schwesternruf. Sie teilte via Lautsprecher mit, dass sie den Arzt sprechen will. Ich hörte ihren Wunsch am Telefon. Der Arzt kam nicht. Erneut wurde die Dosis Betablocker nicht nach unten korrigiert. Stattdessen servierte man meiner Mutter gezuckerten Mohnkuchen, Pflaumenstrudel und Spaghetti Bolognese – Speisen, die sie nie bestellt hatte, weil sie ihren Blutdruck nach oben treiben.

Schlechte Ausstattung

Meine Mutter stürzte in ihrem Zimmer im Sanatorium Liebhartstal. Sie rutschte aus auf einem glatten Parkettboden und brach sich den Oberschenkelhals. Erneut kam sie in ein Krankenhaus in direkter Nachbarschaft vom Sanatorium Liebhartstal. Erneut wurde sie operiert.
Ich rief an in der Rezeption des Sanatoriums, für meine Mutter ein paar Sachen einzupacken. Dringend bat ich darum, ihr das Handy ins Krankenhaus zu schicken. Man gab mir einen Korb, niemand wollte sich kümmern. Ich rief erneut an. Eine ganze Stunde lang ließ man mich warten bei Wiener Walzer in der Schleife vom Rezeptionstelefon. Nie wieder werde ich Melodie von „Wiener Blut“ ertragen können.

Endlich nahm Geschäftsführer Formanek das Gespräch an. Er schrie mich lautstark an. Ich würde die Warteschleife blockieren, meckerte er. Er werde meiner Mutter das Handy am kommenden Vormittag in das Krankenhaus schicken, versprach er, aber nur, wenn ich nicht mehr anriefe.
Ich rief nicht mehr an. Er hielt sein Versprechen nicht.
Am Nachmittag des nächsten Tages hing ich wieder in der Warteschleife. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gräßlich „Wiener Blut“ klingen kann, sobald die Melodie vom Band eines Pflegeheimes dudelt.

Die Rezeptionistin war unverschämt zu mir. Wozu die Mühe? In einer Woche kommt Ihre Mutter eh wieder zu uns zurück. Im Krankenhaus brauche meine Mutter doch gar kein Handy, glaubte sie gleichgültig.

Kunstfehler

Das Krankenhaus prüfte die Vitamin-Spiegel meiner Mutter. Ihr Vitamin D lag im unteren Normalbereich. Selbst meine 25 000 Einheiten Vitamin D pro Woche hatten nicht gereicht, ihre Mängel auszugleichen. Doch niemals hatte mir das Sanatorium Liebhartstal die Möglichkeit gegeben, ihre Blutwerte einzusehen – sie waren ja schlichtweg nicht getestet worden.

Im Krankenhaus bekam meine Mutter schmerzlindernde Infusionen. Ihre körperliche Verfassung war recht gut. Auch psychisch fühlte sie sich wohl. Doch nach ihrer Rückkehr in das Sanatorium Liebhartstal wurde die Medikation umgestellt. Meine Mutter hatte fortan unerträgliche Schmerzen. Sie konnte kaum noch telefonieren mit mir. Wenn ich sie anrief, nahm sie kurz das Telefon an, um zu klagen „ich hab solche Schmerzen, ich kann jetzt nicht reden“.

Ich schlug meiner Mutter vor, sie solle die Ärzte des Sanatorium Liebhartstal nach Dronababinol fragen, zumindest übergangsweise. Denn Dronabinol, ein synthetisches Cannabinoid, fällt in die Kategorie „Medikamente“ – schulmedizinisch anerkannt gegen Schmerzen. Doch sie bekam es nicht. Stattdessen wurden ihr althergebrachte Schmermittel verabreicht, die nicht wirkten. Meine Mutter weinte am Telefon vor Schmerzen, niemand half.

Schlechte Hygiene

Es war Bescherung. Weihnachten. Ich filmte meine Mutter beim Auspacken ihrer Weihnachtsgeschenke. Sie fasste sich immer wieder an die Zähne. Warum machte sie das? Es sah aus, als wolle sie die Zähne mit ihren Fingernägeln reinigen. War das ein Tick? War meine Mutter im Sanatorium wunderlich geworden?

Am gleichen Abend telefonierten wir vor dem Schlafengehen. Wir plauderten über Alltägliches. „Hast du schon Zähne geputzt, Mamili?“ Was sie antwortete, konnte ich nicht fassen: „Hier werden keine Zähne geputzt.“

Hat dir die Nachtschwester nicht die Schüssel gebracht, damit du deine Zähne putzten kannst, fragte ich entsetzt.
Nein, lautete die gelassene Antwort meiner Mutter, das ist hier nicht üblich.

Seelische Grausamkeit

Der 25. Dezember brach an. Zwei Stunden lang durfte ich meine Mutter besuchen, von 13:00 bis 15:00. Am Abend rief ich sie an auf ihrem Handy. Sie weinte.
Eine dreiviertel Stunde habe sie gerufen, nach einer Schwester, doch es war niemand gekommen. Sie war ganz alleine, ohne jede Hilfe.

„Hast du nicht den Schwesternknopf gedrückt?“ Vorsichtig wollte ich meine Mama trösten. „Da müsste doch jemand kommen?“ Die ziehen mir immer den Stecker vom Notrufknopf raus, schluchzte meine Mutter.

Der Schwesternknopf

Das Krankenzimmer meiner Mutter war ausgestattet mit einem Schwesternruf. An ihrem Bett hing ein Griff, daneben ein Schwesternknopf mit rotem Drücker. Oftmals drückte meine Mutter diesen Knopf, jedoch kam dann niemand.
Ist schon wieder der Stecker herausgezogen, Mama?

Moment, ich schau mal. Mit viel Mühe drehte sich meine Mutter in solchen Situationen in ihrem Pflegebett um. Sie prüfte alsdann den Stecker in der Wand hinter ihr. Doch sie konnte ihn mit ihren Händen nicht erreichen.
Der Stecker ist nicht drin stellte sie jedes Mal fest.

Wenn ich drücke, hört mich niemand.

Sanatorium Liebhartstal Kontakt
Sanatorium Liebhartstal: Die telefonische Warteschleife an der Rezeption dudelt eine Stunde lang „Wiener Blut“ im Dauerloop. Hier geht niemand ans Telefon, jedenfalls nicht in der Mittagspause.

Körperverletzung

Meine Mutter ist glutenintolerant. Ich hatte schon so viele E-Mails an das Sanatorium Liebhartstal geschrieben. Hatte die Notwendigkeit der glutenfreien Ernährung medizinisch begründet. Auch hatte ich immer wieder angerufen, dass meine Mutter kein Weißmehl essen darf, weil sie davon neurologische Störungen bekommt

„Wir wissen eh, dass Sie das wollen“ verspottete mich die Rezeptionistin. Ich verlangte, mit dem Zuständigen für Ernährung zu sprechen. Die Rezeptionistin legte auf.
Ich rief noch einmal an. Diesmal wartete ich geschagene 61 Minuten in der Warteschleife. Endlich hob die andere Rezeptionistin ab. Sie fragte, was meine Mutter zu essen bekommen habe, dass ich mich beschwere.

Meine Mutter hatte Spätzle zum Kalbsgulasch bekommen. Eine halbe Stunde nach dem Essen war ihre Zunge schwer, als hätte sie Schnaps getrunken. Todmüde war meine Mutter, und unkonzentriert. Sie lag im Bett, konnte sich kaum bewegen.
„Schlaf ein bisserl, liebe Mama“ riet ich ihr.

Kafkaeske Zustände

Da ist ein so Käfer, der will immer zum Licht!
Machte meine Mama frühe Nahtoderfahrungen? Hatte sie kafkaeske Halluzinationen? Was denn für ein Käfer?

Na, da ist doch dieser Käfer, zwei Zentimeter groß. Er schaut aus wie ein großer, platter Käfer. Flügel hat er auch.

Stört dich der Käfer, liebe Mama? Nein, stören tut er mich nicht, aber im Gesicht will ich ihn auch nicht gerade haben.
Ist er dir schon einmal über das Gesicht gekrabbelt? Nicht, dass ich wüsste, aber wenn ich schlafe, merke ich es nicht. War meine Mama jetzt schon völlig crazy vor lauter Medizin?

Bei meinem nächsten Besuch sah ich ihn, den Kafkakäfer. Er war zwei Zentimenter groß, hatte schwarze Flügel am Rücken und wollte zum Licht. Also krabbelte er die steril wirkende, weiße Krankenhauswand hoch, direkt neben dem Kopf meiner Mutter.

Personalmangel

An der Rezeption des Sanatorium Liebhartstal arbeiten zwei Rezeptionistinnen. Eine davon ist immer grantig, die andere sehr nett. Doch auch sie ist überfordert.

Ich hatte meiner Mutter Baldriansaft zukommen lassen, denn sie hatte schlimme Schlafstörungen. Den Saft hatte ich auf ihren Nachttisch gestellt. Doch plötzlich war die Flasche weg. Es kam häufig vor, dass Pflegerinnen und Pfleger Flaschen vom Nachttisch auf den Zimmertisch stellten. Flaschen auf dem Nachttisch würden bei der Körperpflege stören, sagten sie. Doch auf dem Tisch konnte meine bettlägrige Mutter die Flaschen nicht erreichen. Sie wurden ihr auch nicht wieder zurück gestellt.

Als sie eines Abends den Baldrian nicht mehr vorfand in Reichweite, empfahl ich meiner Mutter, die Pflegeglocke zu drücken, damit man ihr die Flasche geben möge. Doch es kam niemand. Ich rief an in der Rezeption, mit der Bitte, ihr die Flasche mit Baldriansaft zu bringen. Die nette Rezeptionistin war da, sie ließ mich nicht eine Stunde lang in der Walzerschleife warten, sondern nahm das Gespräch an.

Sie versuchte, den Pfleger anzurufen, um ihm Bescheid zu sagen wegen des Baldrians. Er ließ sie abblitzen. Er habe keine Zeit, sagte er ihr. Die Rezeptionistin entschuldigte sich, berief sich auf Überarbeitung, Personalmangel und Stress.

Ich fragte die Rezeptionistin, ob vielleicht sie zu meiner Mutter gehen könne, um ihr die Flasche zu geben. Leider sagte sie ab. Sie habe jetzt Feierabend. Überstünden würden ihr nicht bezahlt, entschuldigte sie sich.

Bewegungslosigkeit

Noch im Krankenhaus war meine Mutter nach ihrer Hüftoperation mobilisiert worden. „Nach einer OP muss man den Patienten schnell wieder auf die Beine bringen“ erklärte mir ihr Unfallchirurg. Jeden Tag ging ein Physiotherapeut mit ihr spazieren. Sie wäre gerne im Krankenhaus geblieben. Doch dann wurde sie zurück geschickt ins Pflegeheim.
Zurück im Sanatorium Liebhartstal ließ man meine Mutter im Bett liegen. Sie wollte sich gerne aufsetzen, die Beine anwinkeln, sich auch einmal umdrehen.
„Mobilisierung der Patientin nur im Beisein von einem Therapeuten“ mahnte mich Sanatoriumsleiter Herwig Formanek vor meinem Besuch. Doch es war niemand da, der mich hätte unterstützen können. Mama blieb im Bett liegen, das ganze Weihnachtsfest lang.

Verletzte Privatsphäre

Meine Mutter bekam derart hohe Dosen Analgetika verabreicht, dass ihre inneren Organe davon Schaden nehmen mussten. Insbesondere Paracetamol führt zu erniedrigtem Glutathion intrazellulär. Davon bekam sie täglich 1500 mg verabreicht. Ich richtete meiner Mutter Pillenboxen her mit Kapseln, voll zellschützender Antioxidantien, körpereigener Enzyme zum Schutz der Leber und des Herzens, sowie hochwertiger Öle und Vitamine. Die Pillenboxen steckte ich ihr in ein hübsches Jutesäckchen. Es sollte unauffällig wirken, damit man es ihr nicht wegnimmt.

Ich legte das Jutesäckchen in ein offenes Fach ihres Beistelltischchens neben ihrem Bett, wo sie es auch bettlägrig gut erreichen konnte. Gleich neben ihre Haarbürste und ihr Reiseschachspiel, welches sie kaum noch benutzte. Sie nahm die Kapseln regelmäßig, um Organversagen vorzubeugen.
Kurze Zeit später war das Säckchen verschwunden.

Meine Mutter war bettlägrig geworden im Sanatorium Liebhartstal. Ihr Pflegebett mit grüner Kunststoff-Matratze wurde täglich frisch gemacht. Sie hatte überhaupt keine Möglichkeit, eine private Fläche so für sich so einzurichten, dass sie sich orientieren konnte. Täglich wurde ihr Nachttisch abgeräumt von Pflegeschwestern, die die einzige private Ablagefläche meiner Mutter unentwegt durcheinander brachten. Es gab keinen Tag, wo man meiner Mutter nicht ihre Fläschchen mit Petersiliensaft vom Nachttisch entfernte und auf den entfernt gelegenen Tisch stellte. Hier konnte meine Mutter ihren Saft nicht mehr erreichen. Auch ihre Hustentropfen verschwanden täglich. An immer neuen Orten deponierten Pflegeschwestern ihre privaten Sachen, meine Mutter musste sie täglich neu suchen lassen.

Medikamentöse Lähmung

Warum konnte sich meine Mutter kaum bewegen? Sie war so schwach, nicht einmal ihre Beine konnte sie anwinkeln im Bett. Wollte sie sich ein wenig aufrichten, musste ich ihr Pflegebett elektrisch bewegen.

Kannst du mir das Kissen unter den Rücken schieben bat mich meine Mutter. Als ich sie aufforderte, sich ein bisschen nach vorn zu beugen, schaffte sie es nicht. Ihre Bauchmuskeln schienen wie abgeschaltet. Auch die Zunge war schwer, meine Mutter lallte sogar ein bisschen.
Wie konnte das sein? Meine Mutter hatte während ihrer OP im Krankenhaus doch lediglich eine kleine Dosis Betablocker verabreicht bekommen? Wurden meiner Mutter im Sanatorium Liebhartstal Neuroleptika gegeben?

Bei einem Besuch im Sanatorium ließ ich mir den Medikamentenplan meiner Mutter ausdrucken, eine Pflegeschwester gab ihn mir. Neuroleptika oder andere Psychopharmaka fand ich keine. Ich sah neben 3 (!) Gramm Analgetika jedoch eine neue Medikation – ein Herzmedikament, welches meine Mutter noch nie bekommen hatte: Amlodipin 5 mg.

Amlodipin ist ein sogenannter Calciumantagonit. Dieses Präparat verhindert den Einstrom von Kalzium in die Zelle. Kalzium regt eine Zelle an. Indem man Kalzium aussperrt, soll einem Herzinfarkt aufgrund von Übererregung vorgebeugt werden. Meine Mutter war jedoch keinesfalls Infarkt-gefährdet. Im Gegenteil, sie hatte noch wenige Monate zuvor Medikamente der Firma Merck verabreicht bekommen, die den Ausstrom von Kalzium blockieren. Der Kalziumgehalt in ihren Zellen war in einem Krankenhaus über Monate erhöht worden, mit dem Ziel, einen Herzstillstand zu verhindern. Meine Mutter war von diesem Medikament lahm und dement geworden. Nun bekam sie ein Medikament mit der gegenteiligen Wirkung.

Mir wurde entsetzt bewusst: Meine Mutter wurde im Sanatorium Liebhartstal medikamentös angekettet an ihr Bett.

Durch die Blockade von Kalzium wurden ihre Muskeln im ganzen Körper gelähmt. Niemals hätte sie alleine aufstehen können, geschweige denn umhergehen. Die Ärzte des Sanatorium Liebhartstal nahmen eher einen Herzstillstand in Kauf, als einen weiteren Sturz meiner Mutter.

Ebenso könnten sie ihre Patienten anbinden oder hinter Gitterstäbe sperren. Doch dies würde die Angehörigen stören. Also erledigen die Ärzte des Sanatorium Liebhartstal das Anketten mit Herzmedikamenten. Denn wer kennt sich schon so genau aus mit Pharmazeutika und ihren Wirkungen?

Formanek Hausverbot

Der Pfleger kam. Er brachte neue Medikamente. Ich sprach ihn an auf das Medikament Amlodipin. Ich sagte ihm, dass es meine Mutter lähmt. Dass sie es nicht bekommen sollte. Darüber müssen Sie mit dem Primar Formanek sprechen, entschuldigte sich der Pfleger. Mit dem Primar brauche ich nicht sprechen, erwiderte ich, er nimmt kein Wort ernst von dem, was ich ihm sage. Sagen SIE es ihm.

Zusätzlich schrieb ich dem Pfleger eine Liste von orthomolekularen Wirkstoffen auf, in Verbindung mit CBD, welche als Schmerztherapie für meine Mutter stets gut gewirkt hatten – als nebenwirkungsarmen, natürlichen Ersatz für die organschädigenden Schmerzmittel, mit denen meine Mutter täglich vollgempumpt wurde.

Am darauffolgenden Tag erhielt ich eine E-Mail mit dem Absender Formanek Herwig:

Namens der Geschäftsführung und der ärztlichen Leitung des Sanatorium Liebhartstal teilen wir Ihnen bis auf weiteres ein Besuchsverbot bei Ihrer Mutter mit.

Dr. Dieter Formanek                                                     Herwig Formanek          

Für die ärztliche Leitung                                              Für die Geschäftsführung

Ich bat schriftlich um eine Begründung. Nie wurde sie mir gegeben. Stattdessen kam eine weitere E-Mail:

Ich darf bezüglich einer Rückantwort mitteilen, dass Ihnen unsere Rechtsanwälte demnächst Diese übermitteln werden.

Hochachtungsvoll

Herwig Formanek

Medizinische Zwangsmaßnahmen

Meiner Mutter waren ihre Medikamente nie erklärt worden. Nie war sie darüber aufgeklärt worden, welche Substanzen ihr verabreicht wurden, und welche Nebenwirkungen sie dadurch zu erwarten hatte.

Ich holte dieses Versäumnis nach. Ich ging mit ihr den Medikamentenplan durch. Gemeinsam besprachen wir die Wirkung aller Pillen, auch ob diese überhaupt notwendig seien. Infolge verweigerte meine Mutter fortan das Medikament Amlodipin. Sie klaubte die kleine, beschriftete Tablette aus ihrem Medikamentenbeutel heraus, der ihr jeden Morgen auf den Nachttisch gelegt wurde.

Schnell ging es ihr besser. Die Stimme wurde klar, die Konzentration besserte sich. Ihr Bewegungsdrang kehrte zurück. Endlich konnte sie sich wieder selbstständig aufrichten im Bett. Doch eines Morgens wurden ihr keine Medikamentenbeutel mehr gebracht. Sie bekam alle Pillen von einer Pflegeschwester in den Mund gestopft, so drückte es meine Mutter selbst aus – über die Inhaltsstoffe hatte sie keine Kenntnis mehr.

Meine Mutter hatte keine Chance, gesund zu werden. Erneut versank sie in Konfusion, Verwirrtheit und körperlicher Schwäche.

Fantasieflucht

Ich hatte Besuchsverbot. Meine Mutter rief mich an.
Komm mich besuchen morgen! wünschte sie sich.

Ich kann nicht! Das Sanatorium Liebhartstal hat mir Besuchsverbot gegeben, versuchte ich meiner Mutter deutlich zu machen. Sie verstand nicht. Jegliche geistige Orientierung war medikamentös lahm gelegt worden.

Aber wir müssen uns doch nicht hier treffen, glaubte sie. Wir können in ein Café gehen, oder in ein Restaurant. Wie sie dahin kommen wolle, fragte ich. In einem Taxi, ich gehe zu einem Taxistand. Mama, du kannst nicht gehen. Und selbst wenn du es schaffen würdest, ein paar Schrittchen zu machen, könntest du niemals in ein Taxi steigen. Aber ja, das schaffe ich schon. Wie willst du das Taxi bezahlen? Du hast kein Geld. Dann hebe ich welches ab. Wo und womit? Mit meiner Kontokarte, beim Bankomat. Du hast keine Kontokarte mehr, deine Erwachsenenvertreterin hat sie dir weggenommen. Aber ich habe doch ein Konto? Ja, da ist auch Geld drauf. Aber du kommst an dein Geld nicht mehr heran. Dann komm doch morgen. Ich kann nicht, ich habe Besuchsverbot. Die Formanek-Mafia ruft die Polizei und lässt mich abführen, falls ich dich besuche.
Aber ich bin doch nicht kaserniert hier? Doch, bist du. Du bist in den Fängen einer brutalen habgierigen Pflege-Mafia gefangen, du kommst da nie mehr heraus. Wir können uns doch in einem Cafe treffen, oder einem Restaurant? Du kannst nicht gehen, Mama, du bekommst Medikamente, die dich lähmen. Aber ja, ein paar Schritte gehen schon. Selbst wenn du ein paar Schrittchen gehen könntest, würden sie dich nicht raus lassen. Na geh!
Mama, du bekommst Medikamente, die dich ganz konfus machen. Du verstehst das Problem nicht. Aber wir können uns doch treffen? Nein, können wir nicht.
Geh komm, besuch mich morgen! Vielleicht können wir uns morgen vormittag nochmal treffen …
Ja, gut.
Morgen ist Feiertag. Rufen wir uns morgen vormittag nochmal an und machen wir uns etwas aus.
Ja, das machen wir.
Vielleicht können wir in den Stephansdom gehen zur Messe.
Ja, das ist eine gute Idee!
Gute Nacht, Schatzerl, schlaf gut.
Gute Nacht, bis morgen, Mami! Freu mich schon!

Böswillige Schikane

Meine Mutter durfte ich zwar nicht mehr besuchen. Doch telefonieren konnten wir immer noch miteinander. Es passierte fast nichts mehr in ihrem Leben. Sie konnte sich wegen der täglich verabreichten, schädlichen Medikamente ja kaum noch bewegen. Interessant waren für sie neben dem Wetter, welches sie durch das Fenster beobachtete, nur noch die Menüs im Speiseplan.

Wir sprachen über ihr Essen. Sie bekam nun jeden Tag glutenhältige Speisen serviert: Nudeln, Weißbrot, Auflauf, Bisquit. Es dauerte nicht lange, da klang sie am Telefon so verwirrt und krank, als sei sie sturzbesoffen. Sie war nun auch nicht mehr in der Lage, telefonisch Wünsche zu äußern, oder um ihre Verlegung zu bitten. Das war für sie einfach zu kompliziert geworden.

Sanatorium Liebhartstal Erfahrung

Das Sanatorium Liebhartstal ist aus meiner Erfahrung ein kommerzieller Schrottplatz für alte Menschen, die nie wieder gesund werden können. Geleitet wird es von einer geldgierigen, verlogenen Sippe, die keinen Patienten gesund entlassen wollen. Ihre Schützlinge werden mit Medikamenten an die Pflege gekettet. Alles, was für sie gesund wäre, wird ihnen genommen – einschließlich die Sozialkontakte zu ihren liebsten Angehörigen.

Aus eigener Erfahrung berichte ich: Dieses Haus ist eine Schande.

9 Kommentare
  • Liebe Autorin!
    Die von Ihnen geschilderten Verhältnisse sind unüblich für Wiener Pflegeheime! Ich habe Ihren Bericht weiter geleitet an die Ärztekammer!
    Alles Gute für Sie und Ihre Mutter!
    Mit hoffnungsvollen Grüßen, Ihr
    Dr. Hofmann

  • kümmer sie sich um ihre mutter statt sinnlos herumzubloggen !!! warum lebt sie nicht bei ihnen ??? alte kranke abschieben und wichtig tun – artikel die das netz nicht braucht !!!

    • Nichts würde ich lieber tun, als meine Mutter zu Hause pflegen. Doch ein österreichischer Provinzrichter lässt mich nicht. Ich bin Gesundheitsbloggerin, ich kenne mich aus mit Vitaminen. Der Richter hat Angst, ich könnte Ärzten ihre Arbeit wegnehmen und Pharmakonzerne arm machen, indem ich meine Mutter kuriere mit Petersilie und Kokosöl.

  • die gesellschaft wird nichts gegen medikamentenmissbrauch tun… alte menschen abschieben und ruhig stellen ist bequem. sobald man sie heraus reißt aus dem familiären Umfeld zerstört man gesunden transfer von wissen und erfahrung über generationen. junge menschen bleiben dumm, alte menschen werden dumm. die gründe sind gesellschaftlich bedingt!

    • Es geht nur um Geld und Macht in dieser Gesellschaft, nicht um Fürsorge oder Familie. Korruption wuchert bis in die hintersten Winkel der Krankenhauslandschaft. Österreich ist kein Land, in dem ich alt werden möchte.

  • Geben Sie Angehörige niemals in ein Heim mit privatem ausschließlich gewinnorientiertem Träger. Medikamentenmissbrauch ist vorprogrammiert denn Vitamine bringen kein Geld. Kennen Sie den Pflegebericht Ihrer Mutter? Wurden ihr weitere Pharmazeutika wie Beruhigungsmittel oder sogar Neuroleptika verabreicht? In den meisten Pflegeheimen liegt das an der Tagesordnung. Nehmen Sie Einsicht in ihre Akte – als Angehörige haben Sie das Recht dazu.

    • Das Sanatorium Liebhartstal gibt mir nur das Recht, stundenlang in der Warteschleife vom Rezeptionstelefon zu verharren, um dann Nachrichten an die Ärzte auszurichten zu lassen, welche nicht weiter gegeben werden.
      Ich habe mittlerweile drei Anwälte kontaktiert in Wien.

  • In unserem Pflegeheim ist Vitamin D ein MUSS. 4000 I.E. in Tropfen geben wir pro Tag. Das kostet pro Person ungefähr 10 Euro im Jahr. Die Knochen werden sonst spröde. Was sind das für Ärzte, die alten Menschen kein Vitamin D geben?? Noch dazu bei Corona-Alarm!! Eine Supplementation schützt hochwahrscheinlich vor einem Schweren Verlauf bei Covid-19. Die meisten schwer Kranken haben Vitamin D Mangel. Dazu gibt es schon viele Studien.
    Es gibt eine Israelische Studie, bei der Daten von 500.000 Probanden ausgewertet wurden. Dabei ergab sich im Schnitt die halbe Ansteckungsgefahr mit genügendem Vitamin-D Spiegel.
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.20188268v1

    • Als meine Mutter noch im Krankenhaus war, bekam sie 30 000 Einheiten pro Woche verordnet von der dortigen Internistin. Denn Vitamin D Mangel fördert auch Demenz. Der Primar (ärztlicher Leiter) des Sanatorium Liebhartstal jedoch ist Bruder des Geschäftsführers. Er profitiert von jedem Tag, den meine Mutter im Zustand von Schwäche und Vergesslichkeit in seinem Haus verharrt. Warum sollte er Vitamin D verordnen? Meine Mutter könnte davon gesund werden …

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